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Urgeschichte der Schweiz / Jakob Heierli
Entstehung
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397
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Die Eisenzeit. ßgj

beide kamen in oder bei Brugg zum Vorschein. Die vierte Münzeendlich ist ein Goldphilipper.

Die Münzsammlung des Schweizerischen Landesmuseums enthältzwei vorrömische Münzen aus Baden. Die eine ist eine Sequaner-münze, die andere muss den im östlichen Frankreich wohnendenÄduern zugeschrieben werden. Bei den Ausgrabungen neben demevangelischen Pfarrhause kam 1892 eine zweite Sequanermünzezum Vorschein.

In Leuggern fand man ausser einem Gold-Philipper zwei Silber-münzen mit der Aufschrift SOLIMA (RIVS). Klingnau hat eben-falls eine vorrömische Münze geliefert und endlich ist in Zurzach eine Sequanermünze gefunden worden.

Die Stadt Basel barg an mehreren Stellen gallische Münzen,von denen zwei nach Zürich gelangten. Muttenz lieferte einenGold-Philipper. In Basel-Augst soll eine Sequanermünze gefundenworden sein. Auch Oltingen, eine Gemeinde, von der aus derSchafmattpass begangen werden konnte, lieferte Sequanermünzen.

Der Kt. Solothurn war ergiebig an vorrömischen Münzen. Ander Ostgrenze desselben liegt Schönenwerd . Es wurden daselbstGoldmünzen gefunden, die man den Mediomatrikern zuschreibt.Sie haben auf der Vorderseite einen mit Diadem versehenen Kopfund auf dem Revers ein Flügelpferd oder ein Pferd mit mensch-lichem Antlitz. Aus der Stadt Solothurn sind u. a. Äduer-mtinzen bekannt geworden. Ein solches Stück ist auch in Grenchen zum Vorschein gekommen.

Balsthal hat einen ganzen Schatz von Münzen geliefert. ImWinter 183940 stiess ein Bauer beim Flolzschlitten auf einenirdenen Topf. Dieser zerbrach und heraus fiel keltisches Silbergeld:Aduer- und Sequanermünzen verschiedener Art.

Noch bedeutender ist der Münzfund von Nunnigen. Nord-östlich von diesem hinter dem Passwang gelegenen Dorfe ist dieRisete, ein hochgelegenes Feld, in welchem man zahlreicheNun-niger Erbschen fand, d. h. kleine dicke Silberstückchen mit dem be-helmten Kopf und dem springenden Pferd, sowie der InschriftKAvlETEAOY. Es sind Münzen des keltischen Stammes derAduer. Andere Stücke von Nunnigen tragen lateinische Schriftund bezeichnen den Häuptling Quintus Docius, des Samillus Sohn.Es sind ebenfalls Äduermünzen. Sie gehören dem letzten Jahr-hundert vor Christi Geburt an.

Der Kanton Solothurn hat auch Regenbogenschüsselchen ge-liefert. Noch sei erwähnt, dass im Nordwesten des Kantons, in