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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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Einleitung. Kostümgestaltung im 12. und 13. Jahrhundert.

ausser Betracht, die ja auch an sich fast lediglich der Ausstattungals solcher gelten, beschränkt sich der Unterschied dieser Bekleidung

Fig. 2.

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von der ursprünglich römischen in der That fast ausschliesslich darauf,dass man allmälig begonnen hatte namentlich das Obergewand, denRoc,um Einiges zu verengern und ihn auch wohl unterhalb zu kleinenZaddeln zu gestalten (Fig. 2 b).

An solcher jedoch vorerst noch kaum wirklich merklichen Wandlungaber, die sich gleichmässig auch auf die noch sonstigen rockähnlichenObergewänder erstreckte, liess man es sich nun auch mindestens bis tiefins dreizehnte Jahrhundert genügen, wo man sodann, vielleicht mit inFolge der fortan zunehmenden Verengerung des Rocks (Fig. 3 a.b), diesemein wiederum weiteres Obergewand hinzufügte. Auch diese Gewandung,welche sich bis über den Schluss des genannten Zeitraums fast ohneeinige Veränderung erhielt, trug seiner Form nach im Grunde genommenabermals ein altrömisches Gepräge, indem sie, da sie den ganzen Körper biszu den Füssen vollständig bedeckte, vorwiegend der alterthümlichentuniccitalaris entsprach, nur dass man sie, abweichend davon, einestheilsermellos beliess (Fig. 3 c), anderntheils aber mit mehr oder minder langen