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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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Die Tracht. Waffen und Bewaffnung. 13. Jahrh.

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Den Veränderungen gegenüber, die somit die Schutzbewaffnung er-fuhr, waren die Wandlungen innerhalb des Bereichs der Angriffswaffen

im Ganzen von nur ge-Fty- h- ringem Belang. Haupt-

waffe blieb durchgängigdasSehwert, das manallmälig verlängerte,oberhalb breiter gestal-tete und dessen Koppeloder Gurt man statt derfrüheren Doppelriemenund der zum Schleifenderselben nöthigen Dop-pelschlitze oder Oesenschon seit der Mitte deszwölften Jahrhundertsdurchgängiger mit einerSchnalle versah (Fig.lO;vergl. Fig. 14; Fig. 17a. c). Neben demSchwerte uud demDolch, welche manbeide um den Schlussdes dreizehnten Jahr-hunderts gelegentlichmit Ketten an die Brustzu befestigen pflegte(Fig. 18; Fig. 17 c), er-hielt sich als zweiteHauptwaffe der Speer,der dann dadurch, dass man ihn zur langenStosslanze umbildete, zu immer mehrer Geltunggelangte. Während dieser seiner Umwandlungward es im Ritterstande üblich, unterhalb derSpeerspitze, als Abzeichen von Rang und Stand,ein kleines Fähnchen anzubringen und den Schaftselber auf mancherlei Art, durch Malerei n. s. w.zu schmücken. In Anbetracht der nobh üb-rigen Waffen fand kaum ein weiterer Wechselstatt, als der, dass seit dem zwölften Jalir-bis dahin zumeist angewandten einfachen Hand-bis fünf Fuss Höhe, die Armbrust zunehmend

Fig. 18.

hundert an Stelle desbogens von etwa vier