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Einleitung. Kostümgestaltung im 12. und 13. Jahrhundert.
Jahrhunderts noch eine Form von Panzerung auf, die jene wiederum anFestigkeit und an Zierlichkeit überbot. Sie selber, unter der Bezeichnung
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„Korazin, Jazerin“ eingeführt, bildete gleichsam eine Vereinigung de»inzwischen fast aufgegebenen Schuppenharnisch’s' mit dem Waffenhemd,bestehend aus einem starken Stoff, gewöhnlich Leder, nicht selten mitSammt oder Seide überzogen, und inwendiger metallener Schuppung,so dass sich das Ganze, welches mithin den Waffenrock entbehrlichmachte, dem Körper überall anschmiegte. Die Niete, womit die einzelnenSchuppen unter dem Stoffe befestigt wurden, Hess man nach Aussen her-vortreten und gab ihnen dadurch, dass man ihre Knöpfchen besondersgestaltete, gelegentlich auch vergoldete oder gar mit Steinclien besetzte,das Gepräge ausnehmenden Schmucks. Zwar fand nun wohl diese Be-panzerung, welche zuvörderst wesentlich nur den Brustharniseh betraf,allein auch schon ihrer Kostbarkeit wegen namentlich zum Kriegsgebrauchnicht sofort allgemeine Verbreitung, doch wirkte sie alsbald auf die bis-herige Ausrüstung insofern zurück, als man begann' diese wenigstenstheilweis demähnlich zu verstärken. In Folge dessen erhielt dieselbezunächst auf der Brust, dann längs den Schultern und Oberarmen, undendlich auch vor den Beingelenken und längs den Schienbeinen eine Be-deckung, vorerst nur in Form von Wülsten und Streifen, entweder vonhartgesottenem Leder oder von geschmiedeten Blechen; auch brachte maro. letztere insbesonders für den Handschutz in Anwendung (Fig. 17 a. b. c). —