40
Einleitung. Kostümgestaltung im 12. und 13. Jahrhundert.
wendete. Konnte dies letztere selbstverständlich nur diejenigen Tonwerk-zeuge betreffen, deren Körper aus Holz bestand, was, wie noch gegen-wärtig, vorwiegend nur bei den Saiteninstrumenten, den „Lyren,
Fig. 31.
? fl x>
,n ii n ii Ni ii i,iiimii i mi. i iii mu ' rnr
P V >
IBinanni
Cytharen, Psalterien, Harfen“, die bloss mit der Hand gerührt wurden(Fig. 31) und denen, welche man wie das „Crut“, die „Rotta “, „Giga“u. a. mit einem Bogen strich (Fig. 32), der Fall war, erfuhren doch auchdie Instrumente, die man aus Metall fertigte, eine demähnliche Durch-bildung durch Guss- oder Ciselirarbeit. Zu diesen metallenen Instru-menten gehörten seit frühster Zeit vor allem die ursprünglich aus Byzanzüberkommene, grosse Orgel; sodann eine Anzahl von Glockenspielen,Klappern, Triangeln, Handbecken und Trommeln, bei welchen letzterender sogenannte Kessel gewöhnlich von Kupferblech war; ferner, alsBlaseinstrumente, eine nicht minder grosse Menge von Flöten, Trom-peten und Posaunen, davon man höchstens einige der Flöten, wie etwaden „Calamus“, die Schalmei, und die dem verwandte „Cemomusa“ ge-legentlich wohl auch theilweise von Holz und dann allerdings gemeiniglichin einer nun diesem Stoffe entsprechenden grösseren Zierlichkeit herstellte. —Abgesehen nun von solchen Geräthen welche wie einzelne Figuren-