98 I. Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrh.
Fig. 6.3.
freiabstehenden gesteiftenKragen ausstattete (Fig,60 a. b. e; Fig. 61 a). DieFortgestaltung der E r -mel selber vollzog siehim Allgemeinen ganz ähn-lich wie bei der männ-lichen Bekleidung. Ganz,wie bei dieser gewannenauch hier vor allem theilsdie geschlossenen eigent-lichen Sackermel (Fig. 60a. b), theils die ganz offe-nen sehr weiten Ermelzunehmend noch an Aus-dehnung (Fig. 60 b), da-bei man hier auch haupt-sächlich die letzteren nichtselten durchaus von-obenherab zu weiten förmli-chen Schleppenermeln auf-schlitztc und längs den Rän-dern zu mehr oder minderbreitem Zaddehverk ausschnitt(Fig. 64). — Sonst aber auchblieben noch nach wie vorals eigentlich drittes Oberkleidsowohl der nur mit weitenQuerschnitten fiir die Armeversehene „surcot“ (Fig. 65 b)als auch, und zwar in nochsteigender Verbreitung, dasso überaus zierliche Herrn e-linleibchen in Gebrauch,nur dass man den surcot nunvorzugsweise nur noch beifestlichen Vorkommnissen, alsCeremonial-Gewand, anlegte,und dieses Leibchen mitunterauch wohl unmittelbar mit derRobe verband, es mit dieser nun demgemäss als ein Ganzes noch reicherdurchbildend (Fig. 65 a c). — So auch ward nunmehr der Rücken-
Pig. 64.