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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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A. Tracht. Italien . Kleidung der Weiher (U00-1500).

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{I'iff- 142 a — d). Nicht selten dass man sie mit Schnüren von Perlen,kleinen verzierten Goldplättchen, farbigen Steinchcn und noch sonstigemderartigem Beiwerk geradezu überlud, so dass sie als breite schwerfälligeMasse den Nacken belasteten. Neben den Kopftüchern schliesslich, die111 ’hrer herkömmlichen einfacheren Form und Anwendung vornämlichhei älteren und verheiratheten Frauen fortdauernd in Geltung blieben140 b ; Fig. 143 b—d), kamen nunmehr vereinzelt, an Stelle der-selben, sogar nach unten hin rundwulstig zusammengezogene Behängeai, i\ die, über den Kopf gelegt, mit beiden Enden nicht selten nahezuhis auf den Boden reichten und überdies gewöhnlich sehr bunt, derBreite oder der Länge nach farbig gestreift oder durchgängig gemustert,beliebt wurden (Fig. 139 bj‘, nächstdem auch noch andere, demälmlicheTücher, die man indess, um den Kopf gewunden, in breiter faltigerMasse hinterwärts, oft nicht minder lang herabhängen liess.

Mit den Kopfbedeckungen zugleich wurde auch die Haartrachtmannigfaltiger. Man begann allmälig mehr Rücksicht darauf zu nehmensie m Verbindung damit, zu deren verschiedenen Formen, je nach eige-nem Geschmncke so anzuordnen, als man eben vermeinte dass es demesicht am besten stehe. Demnach pflegte man das Haar bei Anwcn-un g der hohen, absonderlichen „ atours ", der breitausladenden Rnnd-^ülste und der verschiedenartigen, turbanähnlichen Kopfbunde entwederm 't. diesen ganz zu verdecken oder doch nur um die Wangen und rings11111 ^ en Hinterkopf theils in mehreren Flechten spiralförmig zusammen-©ewunden, theils in einzelnen breiten Bauschen abgetheilt, zu tragenü/. 137 a — e; Fig. 138; Fig. 145 a ); demähnlich bei Benutzung derauben, dabei man aber auch häufiger beliebte das flaar längs dena ngen frei, bald schlicht, bald wellig, oder jederseits zu einer oder1 e rer en Ringellocken gedreht, bald länger, bald kürzer herabhängen zussen (Fig. 443 a —^ eine Anordnung, die man gelegentlich auch beimwend" 113 ^ 1 ^ Cr ^°l l ^’' c k cr beobachtete (Fig. 139 b; Fig. 143 c). Bei An-man ^ CI z ’ ei 'beh geschwungenen Käppchen und der Haarsäcke gabs either° r t ' ern sc lilichtcn willigen Scheitel, und bei'den auch schon

und 7 gebräuchlichen knappen harettähnlichcn Käppchen den Locken- BefiL SeitliChen Bundflechten den Vorzug (Fig. 141; Fig. 142 a~d).Gestaltun» ™ an d “ S IIaar fl 'ci, unbedeckt, so legte man auf dessenbald in schlich 1 n ° eh um so mehr Werth. In diesem Falle wurde esunterschiedlich T* 8tr elmenmasscn, bald zu Zöpfen verflochten oder zulang, theils zu^7™ Tocken gekräuselt, unter zunehmender Abwechse-gänzlich oder nur ahtf 6 ' 1011 ’ theils ri,1| ? s lim den Hinterkopf entwederbereits gebräuchlichen jt' !ung : sweisc > gemeiniglich im Verein mit den dafür(Fig. 140 a; Fig 144 V01nzic! ' 1 'athen , bald loser bald dichter aufgebundena c k Im Anschluss daran versah man es zu-