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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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378
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378 !• Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16, Jalirli.

thümlichen Trachten mannigfach unterschiedlichen Stämmen im Norden,Osten und Süden des Reichs 1 — auch schon allein durch Mittellosigkeitgebunden, die ihr seit ältester Zeit übliche, nur wenig durch mongolischenEinfluss bestimmte, einfache Bekleidungsweise gleichfalls ohne durchgrei-fende Veränderung fortsetzte.

Die noch gegenwärtige Bekleidung der eigentlich russischen Land-bevölkerung trägt im Wesentlichen noch ganz das Gepräge der Tracht,wie solche sich theils auf altrömischen Denkmalen als die der Parther ,theils in bosporanischen Alterthümern als die der Sarmaten und andererihnen verwandter Stämme verbildlicht findet. Dies gilt vorzugsweise vonder der Männer. In fast völliger Uebereinstimmung damit, besteht die-selbe bei diesen fast durchgängig aus einem tunikaähnlichen, vorn gänz-lich oder nur oberhalb geöffneten Bock mit langen Ermeln, und langen,mehr oder minder weiten Beinkleidern nebst Kopfbedeckung und Fussbe-kleidung; den Rock um die Hüften gegürtet (Fig. 162 a. b). Auch die

Fig. 162.

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1 Zu näherer Veranschaulichung dieser Trachten, deren Ursprung zum grös-seren Theil ohne Zweifel gleichfalls im höheren Alterthum wurzelt, genügen-J. G. Georgi. Beschreibung aller Nationendes russischen Reichs, ihrer Lebens-art, Religion, Gebräuche, Wohnungen, Kleidungeu u. s. w. St. Petersburg und „Voyage dans la Russie meridionalo de ln Crim6 par la Hongrie, la \®'lachie et la Moldavie, ex6cutd en 1837 sous la divection de M. Anatole ^Demidoff etc. Dessinfi d’aprfes nature et litliographie par Raffel. Paris — Eine gute Anschauung von der gegenwärtigen eigentlich russischen Volkstracliefern unter andern: Rechenberg. Les peuples de la Russie ou description demoeurs etc. des divers, nations do l’empire de Russie. Avec 40 planclies color*Paris 1813.