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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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386
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306 I. Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrh.

ja, was den Schnitt der Gewänder betrifft, sogar vollständig (Fig. Fl).Hauptsächlich nur darin weicht er von diesem ab, dass bei ihm daskaftanartige Oberkleid nicht von Goldstoff, sondern von nur eintönig rotherSeide ist, und sieh eine Ausstattung mit goldenen Verzierungen, Edel-steinen, Perlen u. dergl. lediglich auf dessen Ränder und den Schulter-kragen beschränkt. Sonst aber ist es nur noch die Form der Kopf-bedeckung, die ihm ein besonderes Gepräge verleiht, indem sie einereichverzierte Rundkappe mit einem kleinen Kreuz auf der Spitze, jedochmit unterhalb herumlaufender zinkenartiger Krone nebst weisse®schleierförmigen Kopfbehang darunter, bildet. —

Nicht viel anders, wie mit der Bekleidung, verhielt es sich mit derBewaffnung . 1 Von einer etwaigen Ausbildung derselben, wie solchein den westlichen Ländern statt hatte, war nicht die Rede. Auch hierinblieb man im Ganzen bei der zur Zeit der Oberherrschaft der Mongolenallgemeiner üblich gewordenen orientalischen Weise bis gegen den Schlussdes sechszehnten Jahrhunderts und selbst noch darüber hinaus stehen.

Was die Schutzbewaffnung betrifft, bestand diese somit durch-gängig aus der im Orient überhaupt seit höchstem Alter gebräuchlichen

Fig. 172.

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1 S. zu den (S. 375) genannten Werken: Kookstuhl. Mus6e d'armes rare 3anciennes et orientales de S. M l’empereur de toutes les Bussie. St. Petersburget Carlsruhe 1841, und Kattan Wasckowatow. Ueber die Bekleidung undBewaffnung des alten russischen Heers. St. Petersburg 1841 (in russ. Spruche)*