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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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^ ra oht. Russland . Kleidung d. Männer; d. Weiber (15001600) 701

spitz^ 16 tra ^ en i ns gemein, wie die Polen , kurze Stiefeln, so vornzulaufen, von Juchten oder persischem Saffian. Von KorduanSei1 sie nichts.

Oj e Männer halten viel von grossen Bärten und dicken Bäuchen,oebelbärte lassen sie lang über den Mund herabhängen. Das

Haar auf dem Kopf tra-

Fig. 267.

gen nur die Popen oderPriester lang und überden Schultern fallend, dieanderen alle aber kurzabgeschnitten. Die gros-sen Herrn lassen es garmit dem Schermesser ab-nehmen, halten dies füreinen Zierrath. Sofernaber einer sich an S.Majestät versündigt, oderweiss dass er in Ungnadeist, lässt er das Haarlang und wild wachsen,so lange als solche Un-gnade währt.

Der Weiber ihreRöcke sind gleich de-nen der Männer; dieUeberröcke jedoch et-was weiter, von selbigemTuche: der Reichen ihrevorn herunter mit Posa-ben g c j 1D .. menten und anderen gold-

bfit g ar ren verbrämt, etliche auch werden mit Litzen und Quasten, etlicheffip. 2g§ r0S ^ en Ehernen oder zinnernen Knöpfen geziert und zugemacht^Urch 8 t ec ]. a ' Ermel sind oben am Leib aufgelöst, dass sie die Arme

keine j£ a ^ en Un ^ die Ermel frei hängen lassen können. Sie tragen aberden ane v ielweniger die viereckigen am Hals in die Höhe stehen-S ' e von JOgj. ^ re Memdermel sind bei sechs, acht, zehn, und wennzie lie n i n " e . m Kattun, mehr Ellen lang, aber enge, welche sie im An-v °b Cfoldstöff 1116 PaPen 8c hieben. Sie tragen weite und breite Mützen,Gold Un i ^ as °der Damast mit goldnen Litzen besetzt, auch etliche> e Maare Perlen gestickt und mit Biberfellen verbrämt, also dassJun gfrau en 8 t att hemnter über die halbe Stirn hängen. Die erwachsenenra gen grosse Fuchsmützen.