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II. Das KoBtüm des 16. Jahrhunderts.
rettmütze mit Ohren- und Genickklappe. Die „Rechtsgelehrten“ 0 ®Richter und die „Aerzte“ in der Lombardei trugen gemeiniglich ellanges, weites schwarzes Unterkleid mit langen faltigen vorn offnen Lr 'im Winter von Tuch, Sammt oder Damast, im Sommer von florentiniscMoire („ormesino di Fiorenza“), darüber ein Gewand von schwaSeide, das etwas über die Knie reichte, durch einen seidenen Gürtel %schlossen, und eine massig hohe Kappe von Seidencanava oder Plüsch.Im Uebrigen gehörte nach altem Brauche zu der auszeichnenden 1aller nichtkriegerischen Beamten, wie auch des Adels und der Gefejenes bereits hervorgehobene je nach dem Range besonders g e(schwarz, roth oder violett) und noch sonst (durch Stickerei, Iru. dergl.) verzierte lange Schulterband, die „stola“ (S. 672).
Waffen und Bewaffnung.
Bei der so äusserst künstlichen und zweckgemässen Durchbil u
welche namentlich die Schutzbewaffnung fast überall gleichartig
reicht hatte, 1 liess sie kaum Mehres zu bessern übrig. Alle Bemüh o
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sie in Weiterem zu vervollkommnen, konnten wesentlich nur nocngerichtet sein, sie im Ganzen noch beweglicher zu beschaffen. n
was darin auch ferner, zum Theil mit bewundernswerthem Sciia
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geleistet ward, blieben jetzt im Grunde genommen immerhin n u
Versuche, die allerdings wohl zu einer Vermannigfachung im k’ n .^ ere
führten, jedoch keineswegs mehr geeignet waren eine etwa ailg eiue
Wandlung zu bewirken. Eine derartige, durchgreifende Wandlung ^
mochte sich überhaupt nur noch in der Form als solcher, und in der
zierenden Ausstattungsweise zu äussern. Beides bedingte der Zeitgh sC ^
die Form aber noch besonders sowohl die Fortgestaltung der Kleidim«,^
auch, und zwar vorwiegend, die fortan immer raschere Verbreitung^
gewandtere Verwendung der Kleingeschütze oder Handfeuergesc^^
Ihnen suchte man zunächst durch eine eigene Behandlung der
1 S. oben (Frankreich , England, Niederlande ) S. 168 ff., (Deutsc ^ ^e-Scandinavien) S. 264 ff., (Italien ) 8. 333 ff., (Spanien ) 8. 369 ff. ^, e ]]ob en:zeichneten Orten angeführten Schrift- und Bilderwerken seien noch •wen°der S 6 "F. Ritter von Hauslab. Ueber die characteristischen Kennzeich ^ Jab r 'Schichthöhen Entwicklungs-Abschnitte der Kriegertracht vom XVI. bis - Xh®hundert. Mit 3 lithograph. Tafeln. Wien 1864. Sibbald David ^ c jjnitt eI1 ^'british Anny its prigin, Progress, and Equipment (mit vielen endV°° r9London and New-York 1868. 2 vol. Charles Boutell. Arms a ^ efl pon s>in Antiqnity and tlie middle Ages: Also a descriptive Notice of modern N°t e ®JTranslated from the Frenche of M. P, Lacombe, and with a ^V^donand one additional chapter on Arms and Armour in England.