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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
wie bei den Geschirren aus, dass man mit als Zierrath gelegentlichhöchst unzüchtige Darstellungen, tlieils aus der altrömischen Götterweltwählte, und sie nun überdies gern, so wiederum vornämlich in Frank reich , recht augenfällig anbrachte.
Dio Sitze gewannen, bei fortdauernder Unterschiedlichkeit alsEhrensessel, Lehnsessel, Stühle, Schemel, (zwei- oder mehr-sitzige) Bänke und Sopha -ähnliche Gestelle, ein im Ganzen, derGrundform nach, übereinstimmenderes Gepräge. Fiir die Anordnung dereinzelnen Theile zu einander, der Sitzplatte, Füsse und Lehnen, wurde
Fig. 334,
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die gerade Linie herrschend. Ausgenommen dass zuweilen dielehne etwas nach hinterwärts neigte und die Querleisten der Anndoch immer auch nur sehr miissig, nach einwärts bogen, trug die ^ ^rung im rechten Winkel allgemein den Sieg davon (vgl. Fig- d c „Abgesehen von den sägebockförmigen Klapp Stühlen und denähnlich gestalteten Sesseln (S. 424,1, die indessen bedeutend in A 1 ^
kamen, betrafen Abweichungen von der geraden Linie fast ledig» 6 ^die Verzierungsform, und auch nur die äusseren Kanten [vgl-Beliebt wurde nach der Mitte des Jahrhunderts für die Füsse, dieder Armlehnen und die Umfassung der Rückenlehne, nächst den