975
P- Rubens um 1615 gemalten Bildnisse der Infantin Jsabella Clara Eu-genia und Alberts, Erzherzogs von Oestreich, ihres Gemahls, vergegen-wärtigen (Fig. 349). Der allzustrengen und düsteren Art, in der siebPhilipp //, se ]i)st trug (S. 539J, hatten die Männer freilich entsagt,,jedoch auch die nur wenig freiere Gestaltung nicht überschritten, die da-neben bereits als statthaft galt (vergl. Fig. 210, S. 540 ff.); ganz dem-“hnlich das weibliche Geschlecht im Verhältnis zu der auch dafür vonPhilipp II. wenig beliebten Strenge (S. 542), während nun aber bei beidenGeschlechtern sowohl die gesteifte Halskrause, als auch die gesteiftenSpitzenmanschetten nicht nur ihre Rolle fortspielten, sondern noch an.
Fig. 319.
•■"C.WV-
v ; A i i
SSSSt
Bedeutung gewannen, und vor allem beim weiblichen Geschleckte, mit"ncli sonstigen Uebertreibungen, jedes gewohnte Maass überstiegen349).
. Ausserdem setzten sich bei den Männern, vornämlich des mittlerenLandes, so wie besonders bei den Truppen, die bis zu den Knien lei-dende wulstig auswattirte Hose nebst dem engen knapp&chossigen'^ammse mit offnen Ilängeermeln fort (Fig. 350 b, c.; S. 544); die Hänge-er mel als eine inzwischen aufgenommene Neuerung. Auch kamen danebenbis zum Jahre 1620 selbst die in Frankreich seit Heinrich IV. übli-cben weiten Hosen „trousse“ (Fig. 350 a; vergl. Fig. 224), als auchstatt der hochstehenden Halskrause der umgeschlagene glatte Kragen,lUl d statt des gesteiften Huts (Fig. 349) der breitkrempige Schlapphut