AVesentlich erst von da an (1723), eben dadurch mit veranlasst, be-,gann ein Wechsel nun auch in der Gestaltung als solcher einzutreten.Indessen hielt auch dieser sich durchaus innerhalb der Grenzen des Be-stehenden, gab aber, da sofort fast jeden Theil wenn gleich nur massigberührend, namentlich der Gesanmiterscheinung ein anderes Gepräge:
Die Bekleidung im Ganzen näherte sich wieder der ihr zu Ende derRegierung Ludwigs XIV. eigenen Faltenlosigkeit. Der Rock ( ,Justau -corps“), während der Regentschaft gemeiniglich sehr weit offen getragen,wurde dem Schnitte nach, nun als „habit ä la fran^aise,“ minder weit
Fig. 389.
geöffnet und bisweilen von der Taille aufwärts zum Theil oder ganzgeknöpft. Einerseits gerade abfallend mit geringer Einziehung der Taille,hessen ihn anderseits Stutzer und solche, die als vornehm (modisch)gelten wollten, in Nachahmung der weiblichen Kleidung (s. unt.) vonden Hüften ab mit Fischbein oder sonstigem derben Stoff weit, glocken-förmig aussteifen (Fig. 390 a b ), welche Form sich bis zum Ausgang dervierziger Jahre, mit nur geringer Verminderung der Weite, forterhielt,hn Uebrigen wie vor ohne Kragen, an den Ermeln mit breiten Ueber-Scblägen, die indessen fortan theils verengt und geschlossen als „pare-