— 1208 IV. Das Kostüm vom Beginn des 18. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart.
mens en pagode“ bis zum Ellenbogen stiegen, und auf den Schössenvorn jederseits mit weiter Tasche nebst üeberklappe, bildeten seinen vor-wiegenden Schmuck, abgesehen vom Gesammtstoffe, metallne meist grosseKnöpfe, und reiche Besätze in Gold- oder Silberstickerei hauptsächlichlängs den Rändern der (vorderen) OefFnung, auf den Ermelaufschlägenund Taschenklappen; ausserdem, doch mehr nur gelegentlich und auchnur noch bis gegen Ende der zwanziger Jahre, eine auf der Schulter zubefestigende Bandschleife mit mehren, gewöhnlich vier langen Enden.Als Stoffe waren und wurden vor allem beliebt, nächst Camelot, Seideund Sammt, einfarbig, glatt oder im Grundton gemustert, Halbwollen-
Fi g . 390.
Gold- oder Silberstoff, durchweg verziert mit kleinen Sternen, Vierecken)Blumen u. dergl., und als Farben insbesondere grau, zimmet- und kasta-nienbraun, karmoisinroth, dunkelviolett, „couleur d’agathe“ u. A.; dieErmelaufschläge mit seltenen Ausnahmen von anderer Färbung und Mu-sterung als der eigentliche Rock, zumeist übereinstimmend mit der Weste.Auch erfreuten sich, namentlich folgends, die „camelots de Bruxelles,die „gros de Naples“ und die „rases de Sicile“ eines ganz besonderenBeifalls. — Der Gebrauch, die Schösse nach aussen umzuschlagen, bliebder Soldatentracht Vorbehalten. Dagegen ward es bald zunehmend üblichden Rock für den Winter entweder gänzlich oder doch längs den Kantenmit Marder oder sonstigem Pelzwerk ausschlagen zu lassen. Kächstdem