A. Tracht. Frankreich . Kleidung der Weiber (1750—1790). 1227
gebürt, und zwar nun auch gleich in einer Weise, welche der Ueber-schwänglickeit seines Ahnen würdig war. Freilich jetzt ihn gänzlichin hergebrachter Fassung zu gestalten, würde ein bedenkliches Zeichenvon Gcschmacksarnmth gewesen sein. Dennoch aber kam es darauf an,seinen vordem so höchst imponirenden Umfang zu wahren. So denn, umjenem zu begegnen und doch diesem genug zu thun, ward der unge-heuerliche Rock, oder vielmehr sein Reifengestell, vorn wie hinterwärtsabgeflacht, und über den Hüften nun nach obenhin besonders starkgewölbt, mithin mehr im Oval ausgebreitet (Fig. 397). Zugleich erhielt
Fiy. 398.
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derselbe einen fortan beständig wechselnden Aufputz sowohl durch buntfar-bige Stoffmassen in den unterschiedlichsten, oft seltsamsten Formen vonbald schmäleren, bald breiteren Rundwülsten, gardinenartigen „falbalasBauschen, Guirlanden u. s. f., als auch, zumeist in Verbindung damit,von Blumen, Bändern, Schleifen, Spitzen, Schnüren, Quasten u. A. mehr,auch bisweilen ausserdem hinterwärts einen eigenen, kürzeren oderlängeren, glatten oder bauschigen Ueberwurf, vom Rock in Stoff undFarbe verschieden, oder auch eine vollständige vorn sehr weit offene