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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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A. Tracht. Frankreich . Kleidung der Weiber (1750—1790).

gleichmässig bis auf die Füsse lallenden Faltenrocks, meist voneinfarbigem Stoffe, und nur unten herum schmäler oder breiter mitandersfarbigem Stoffe, gewöhnlich Weisszeug, verschiedentlich besetzt(Fig. 400 a b).

Das Leibchen („ corsage“) hielt sich durchweg bei weitem mehrin den herkömmlichen Grenzen. Vor allem bewahrte es, mit der An-wendung der Schnürbrust („ corset “), seine cngstumschliessende Gespannt-heit, als auch unter geringem, wesentlich nur vom Keifenrock ab-hängigem Wechsel (Fig. 307), die übliche Gestaltung der Taille. Auchhinsichtlich der vorderen Anordnung, als geschlossen oder von unten imDreieck aufsteigend geöffnet und dann mit anderem Stoff unterlegt, blieb

Fig. 400.

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es sich im Ganzen getreu, ja wechselte überhaupt, abgesehen von denErmeln und einer späteren Aufnahme von besonderen Ueberleib-chen, eigentlich nur in sofern, als der (gerade) llalssauschnitt baldnoch tiefer herabrüdkte, bereits vor der Mitte der siebenziger Jahreringsherum meist dergestalt, dass eine auch nur mässige Bewegung desOberkörpers hinreichto, die Brust nahezu gänzlich bloss zu legen. —Aber auch die Veränderungen welcher die Ermel unterlagen bewegtensich noch geraume Zeit hindurch lediglich innerhalb ihrer schon seitherigenGestaltung von Halbermein mit Spitzengehängen, sich einzig auf eineVerschiedenheit der Länge und Einzelausstattung beschränkend. So min-