gegen, während sein Heranziehen von französischen Gelehrten, überhauptseine Hinneigung zu französischer Bildung und Form, dem eigens Vor-schub leistete. Sein allseitig machtvolles Vorschreiten, wie seine kriege-rische Bethätigung, Hessen ihn zu einer Beschäftigung mit derartigenAeusserlichkeiten, als viel zu kleinlich, nicht einmal kommen. Undwenn er wohl im höheren Alter gelegentlich, wie so manches Andere,das eben jetzt ihm widersprach, auch den modischen Kleideraufwand mitautomatischer Schärfe rügte, geschah dies doch mehr nur in einer An-wandlung von eigensinniger Herrscherlaune, vorübergehend, ohne Verfolg.
Fig. 410.
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Nachhaltig wirksam indessen war, dass der König, gleich seinem Vater,und auch dann jeder der folgenden Herrscher sich stets militärisch trug.Es blieb dies für die männliche Kleidung, bei allem Wechsel, auf langehin bindend, dieser das ihr schon eigene, mehr soldatische Gepräge, nahe-zu bis tief in die achtziger Jahre erhaltend (vcrgl. Fig. 410). —
Seit der nach der Mitte des Jahrhunderts in Deutschland über-haupt sich vollziehenden völligeren Ausgleichung im Sinne der franzö-sischen, oder nunmehr französisch-englischen Modeformen, erfuhr dieserVollzug dann kaum noch eine merkliche Störung. Auch bewegten sich