} 1360 IV. Das Kostüm vom Beginn des 18. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart.
worfen wurden (Fig. 412; vergl. Fig. 386 b S. 1139). Von da aus er-streckte es sich auf die Tische und das übrige Gepaöbel, davon gleichvon vornherein die hoch- und kurzfüssigen „Commoden“ mit durch-gehenden Ausziehkästen, die Toiletten und „Chiffonnieren“ eineHauptrolle zu spielen begannen (vergl. S. 1142). Die Tische erlagendem sehr bald, theils auch imUmrissderPlatte, fast völlig (Fig. 413 a );nicht ganz so freilich dieCommoden, wie auch die sonstigen Schiebe-ladenbehälter, bei welchen die eben doch erforderliche Bewegbarkeit derSchiebeladen an sich auch die Grundgestaltung mitbedingte. Bei diesenMöbeln wurde davon wesentlicher nur das eigentliche Gerüst, wenigerdas Einzelne betroffen; ersteres vorwiegend aber in seinen seitlichenAusladungen und seinem Fussgestell, im Uebrigen fast lediglich in der
Fig. 413.
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Grundrisslinie, welche gleichfalls wohl geschwungen, doch, wenn auchin mancherlei Biegung, immerhin nicht nur um vieles maassvoller, alsauch stets durchweg gleichmässig behandelt ward (Fig. 413 b). Demeinestheils ganz ähnlich die Schränke, wie hauptsächlich die kleineren,die sogenannten „Schreibtische" und „Cabinets,“ die wie vor zumeistüberdies ein eigenes, gewöhnlich tischförmiges Untergestell von besondersschmuckvoller Durchbildung erhielten (Fig. 414). Die umfangreichen(Stand-) Schränke allerdings, Hessen eine derartige durchgängigeSchwingung schon weniger zu, zumal die zur Aufbewahrung von Kleidungs-stücken u. dergl. bestimmten ein- oder zweiflügeligen (Thür-) Schränke.Nur um so reicher aber entfaltete an ihnen sich eine Ausstattung theils,