II. TEIL.
Die geklöppelte Spitze.
TAFEL 15.
Die Entstehung der Klöppelspitze.
Wie die Entwicklung der Nähspitze von der Leinwand-stickerei ausgegangen ist, so lässt sich die Entstehung derKlöppelspitze auf die Franse zurückführen. Ihre einfachsteForm entsteht aus den Kettenfäden, indem man beim Ab-schneiden des Gewebes vom Webstuhl die verlängerte Kettestehen lässt.
a) Die Kettenfäden der Leinwand sind in reicher Musterunggeflochten und enden in geknoteten Fransen. Mähren ,18. Jh.
b) Flechtarbeit oder Posament. Aus gröberen und feinerenGoldfäden hergestellte Arbeit. Italien , 16. Jh.
c) Eigentliche Klöppelspitze mit geometrischen Mustern undeingearbeiteten Knötchen. Italien , 16. Jh.
d) Den Fries beleben zwei Reihen gegeneinander gerichteterVögel, von einem obern Börtchen und untern Zackebegleitet. Italien , 16. Jh.
e) Fries mit Zacken. Das Muster zeigt schlangenförmigeLinien, zwischen denen Rosetten von Haferkörnern ein-gefügt sind. Genueser-Spitze, 16. Jh.