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Die Beteiligung Solothurns am Schwabenkriege bis zur Schlacht bei Dornach, 22. Juli 1499 : Festschrift verfasst im Auftrage der hohen Regierung des Kantons Solothurn zur IV. Säkularfeier der Schlacht bei Dornach / von Eugen Tatarinoff
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II. Abschnitt. Die Defensive.

anstalten im Jura, und wenn er bis jetzt vorn Sundgau aus mitgeheimem Grauen ins südliche Gebirge geblickt und sich gefragthatte, was wohl alles darin stecke, so hatte er jetzt gesehen, wieschwach und unzureichend die solothurnischen Zusätze waren. GrafHeinrich konnte seinem Herrn melden, dass sich ein Vorstoss durchden Jura mit genügenden Kräften wohl durchführen lasse. So istder Überfall von See wen ein wichtiges Vorspiel zurSchlacht bei Dorn ach.

Der Solothurner Rat ergriff sofort die Gelegenheit, die Eid-genossen in eindringlichster Weise auf die grossen Gefahren auf-merksam zu machen. Kaum hatte er die ersten Meldungen, soforderte er seine Hauptleute im Feld auf, den Seckelmeister Baben-berg, der von Baden wieder ins Feld vorritten war, aus ihrenReihen zu entlassen und ihn unverzüglich nach Luzern reiten zulassen, um dort den eidgenössischen Räten, die, wie man nach einemfrühern Schreiben Luzerns glaubte, dort versammelt waren '), dasVorgefallene mitzuteilen und sie zu schleunigster Hülfeleistung zumahnen 2 ). Am 16. langte Daniel Babenberg, begleitet von HansStölli, Vogt am Lebern, in Luzern an; dort erfuhr er, dass garkein Tag abgehalten wurde, indem das Hülfsgesuch der Bündner schon am 12. in Zug erledigt worden war; nur ein Freiburger

unnd Ochssen mit inen haruss brocht, und haben nit me denn zwen Man verloren voreim starcken Kirchoff, den si gestirmt und verbrant haben. Ist den Schwützernein grosser Hochmut so tief in sy gezogen; sy hatten ein Gesell mit grossen Bömcnuff ein halb Mul Wegs lang an Houwenstein verseht, dz sy nit meintten, dz niemansdo iner möchte. Do hat Gross Heinrich ettwan vil Xgst und Segen mit sin genuinen,dz sy bald hindurch haben geschnitten. Ist ein Worheit und gantz nutz gelogen.Anders ntiwcr Mer weiss ich nit. Fistal.« Beide genannten Berichte müssen gegen-seitig genau abgewogen werden; es lässt sich dann mit Sicherheit daraus erkennen,dass Fürstenberg mit diesem Zug Erfolg hatte. Der Zeitpunkt des Auszuges Heinrichsist von »Fistal« nicht richtig angegeben. Am 11. Juni ist H. noch in Altkirch undtrifft seine Vorbereitungen (W. Sur an So!., 11. Juni, D. S. XII, 118; U. Nr. 81);erst vorn 12. an ist in der »Rayttung« kein Ort angegeben, so dass wir annehmen müssen,dass am 12. oder erst am 13. der Einfall begonnen wurde, s. Fürst. Urk . 4, 246. Es istwahrscheinlich, dass H. am 13. die Dörfer Hochwald, Büren und Seewen plünderte;am 14. in der Frühe unternahm er dann den Angriff auf den Seewener Kirchhof. Am16. war er in Hegenheim . Bemerkenswert sind die Eintragungen ins Rechnungsbuch,Fürst. Urk . 4, 246, zum 15. Juni: »Ainem Kundtschaffter, so Grafs Hainrichen mit-sambt dem Her in Sehen der Schweitzerlanndt gefürt hatt, 2 fl. r., und ib. 4, 247,zum 17. Juni: »Ainem Fucssknccht für ain Hackenbüchsen, die er den Feinten ab-genommen hat in Sehen. 1 sl. r.« Riezler, 44 1, setzt den Einfall wohl um einenTag zu früh an. Es ist auffallend, dass ausser Ansh. 2, 211 kein schweiz . Chronistdieses doch immerhin beachtenswerte Ereignis erwähnt.

] ) S. 141, Anm. 2.

a ) Sol. an seine Hauptl. im Feld, 14. Juni, Varia 2, 211 ; U. Nr. 83.