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Der Sonderbunds-Krieg und die Ereignisse von 1856 : eingeleitet durch eine biographische Skizze / General G. H. Dufour
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Gouverneurs waren wir vier Üfficiere (Genie, Artillerie,Marine, Stab), die sich durch ihre besondere Gewandtheitin den Entrechats auszeichneten. Es bildete sieb ein Kreisum uns Tänzer; andere Officiere spielten Comödie auf derBühne des Stadttheaters, und sie spielten nicht schlecht.Man hatte Kingeirennen und Pferderennen veranstaltet,wobei die Damen auf Estraden zuschauten und die Siegereigenhändig bekränzten. Wir besassen zu Dreien nur einPferd, weil wir nicht reich genug waren, um für Jedeneines zu kaufen.

Man sieht, dass die Vertheidigung Korfus noch vielfreie Zeit übrig liess. Der Lieutenant, bald Capitain Dufour,benutzte dieselbe zur Fortsetzung seiner theoretischen Studienund zur Ausbildung seines bedeutenden Talentes im Karten-und Planzeichnen, worin er später der Eidgenossenschaft so grosse Dienste leisten sollte. Er verfasste eine Schriftüber die Perspective, auf welche er in der Folge um somehr Werth legte, als er sie ohne das Hilfsmittel irgendeines Buches fertig brachte, wodurch diese Arbeit auch denStempel einer besondern Originalität gewann.Der erstePlan, der mit horizontalen Curven gemacht wurde, ist vonKorfu ausgegangen; wir haben Alle daran gearbeitet. Manbediente sich desselben in Paris , um ein Relief von derFestung auszuführen. Ich zeichnete in grossem Maassstabeeinen Plan der Festung mit allen ihren Batterien, wobeiman die Gattung der Geschütze unterscheiden konnte. DerKriegsminister hatte die Güte, mir eine Copie von diesergrossen Arbeit zukommen zu lassen.

Diese Art der Beschäftigung hatte aber auch ihreSchattenseite: Dufour konnte dabei ein Genieofficier werden,der so sehr in seiner Specialwaffe aufging, dass er zur Aus-übung eines Commaudos unfähig wurde. Auf diese Gefahr