Der General der Eidgenossenschaft war seit dem 16.November in Aarau . Er beschäftigte sich sofort mit denVorbereitungen zu der zweiten Expedition. Doch bevorwir auf diese eingehen, ein Wort über das, was sich währendseiner Abwesenheit im Freienamt und den angrenzendenGebieten an dem Tage zugetragen, wo der rechte Flügelder Armee vor den Mauern Freiburgs eintraf.
An jenem Tage marschirte General Salis, welcherohne Zweifel eine Diversion zu Gunsten des bedrohtenGantons ausführen und die Stimmung seiner Truppen durcheinen Offensivstoss heben wollte, gegen den katholischenDistrict des Aargaus, der zu jener Zeit in seiner Haltungzu schwanken schien und den man durch einen Erfolg mög-licherweise zu einer Erhebung verleiten konnte; hatte mandoch einige Tage vorher eine Compagnie Freiwillige ausjenem Bezirk mit Waffen und Gepäck zum Sonderbundübergehen sehen. Uebrigens war der Angrilf gegen dasFreienamt, die Spitze des aargauischen Gebietes, leicht undfür die Angreifer fast gefahrlos. Der Sonderbunds-Generalwar also entschlossen, sich desselben zu bemächtigen. Zudiesem Zwecke formirte er vier Abtheilungen, deren einegegen Cappel, an der Grenze der Cantone Zürich und Zugmarschirte; die zweite, auf dem linken Ufer der Beuss, zoggegen Merenschwand und die Schiffbrücke bei Lunnern; diedritte über Hitzkirch und Geltwyl gegen Muri mit Ueber-schreitung des Lindenbergs, die vierte von Münster gegenMenzikon (s. Bl. III).