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Der Sonderbunds-Krieg und die Ereignisse von 1856 : eingeleitet durch eine biographische Skizze / General G. H. Dufour
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mehreren Tagen verschriebene Opium ein. . . ich war ver-giftet . . . Zehn Tage lang glaubte ich blind zu sein. Ichdarf also sagen, dass ich in meinem Leben so ziemlich vonAllem etwas erfahren habe. Ich bin taub und blind, ver-brannt und vergiftet gewesen.

... Die Blocade wurde mit verdoppelter Strenge fort-geführt; es fehlte uns an Nachrichten von aussen, wir er-hielten keinen Sold mehr. . . Wir hatten die Gärten ange-baut, welche von ihren Eigenthümem aufgegeben waren;auch Geflügel zogen wir auf.

In Frankreich überstürzten sich indessen die Ereignisse,ohne dass nur ein Gerücht von denselben zu uns gelangte,als plötzlich ein Parlamentär eine Menge Zeitungen unddie Nachricht bringt, dass die Bourbonen wieder erschienenseien. Unser Erstaunen war gross, denn Keiner von unskannte sie . . .

Ich trug , als Dritter, durch ernste Vorstellungen,die ich an den General Donzelot richtete, dazu bei, dass dieFahne der Eepublik und des Kaiserreichs während vierzehnTagen noch aufgehisst blieb, bis zu dem Augenblick, woeine Brigg, die am Ilintertheil des Schiffes die weisse Fahneund am Vordertheil die Tricolore führte, uns den erwartetenBefehl überbrachte, den Engländern die Forts, Kriegsmaterialund Proviant zu übergeben . .. Eine französische Flotte unterdem Commando des Admirals Cosmao landete, um die Gar-nison aufzunehmen und nach Frankreich zu bringen ... Eswar für die Einwohner (von Marseille ) ein seltenes Schau-spiel, zu einer Zeit, w r o die Armee fast nur noch aus Rekrutenbestand, so alte Knasterbärte zu sehen.

In Marseille , einer durch und durch royalistischeuStadt, wurden wir bei den Bürgern einquartiert, und meinerCompagnie that dies nicht eben gut. Sie war in Korfu unter