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Der Sonderbunds-Krieg und die Ereignisse von 1856 : eingeleitet durch eine biographische Skizze / General G. H. Dufour
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Gesinnungen bekannter Genieofficier, nacli einer Testunggeschickt wurde, deren Haltung bei dem bevorstehendenMarsch des Kaisers von Entscheidung war. Wie dem nunauch sei, der militärische Gehorsam erlöste ihn von allenScrupeln; er steckte in Chambery fröhlich die dreifarbigeCocarde auf und kam in Grenoble einen Tag nach Napoleons Abreise an.

Fast unmittelbar darauf erhielt er den Befehl sich nachLyon zu begeben, welches die Regierung der hundert Tagegegen einen von den Oesterreichern erwarteten Angriff zubefestigen gedachte. Er erhielt einen sehr bedeutenden Theilder auszuführenden Arbeit, die ganze Linie zwischen derRhone und Saöne.

Der Marschall Suchet, w T elcher die Alpenarmee com-mandirte, zu der wir gehörten, besichtigte meine Arbeiten.Er fand nirgends etwas auszusetzen uud erklärte sich be-friedigt. Der Eigenthiimer des Schlosses auf der Insel Barbe ,der äussersten Linken meiner Linie, war ein strenger Royalist;seine älteste Tochter hatte selbst die Kanone abgefeuert,welche den Einwohnern von Lyon die Ankunft der Herzoginvon Angouleme anzeigte. Trotz alledem hatte ich mir dieFamilie durch Schonung ihres Gartens, wo man nur dasUnumgänglichste behufs unseres Batterienbaus zerstörte,befreundet. Und obgleich ich die jungen Damen beim Zer-treten der Veilchen auf einer Brustwehr überraschte, respec-tirte ich nichts desto weniger die schönen Lilien, auf diesie ihren Stolz gesetzt hatten.

Auf die Nachricht von der Schlacht bei Waterloowurden die Vertheidigungsarbeiten verzögert oder vielmehreingestellt. Die Oesterreicher kamen, es wurden zwischenihren Vorposten und denen der Besatzung von Lyon einigeSchüsse gewechselt; die durch die Pariser Ereignisse her-

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