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Dufour wollte nicht blos die genferische, sondern auchdie schweizerische Nationalität annehmen. Von 1817 anwar er ebenso wohl Schweizer als Genfer , und eidgenössischePolitik, Vertheidigung der Eidgenossenschaft , war das, wasseinen Geist unwandelbar beherrschte.
Es ist gewiss merkwürdig, wie schnell der ehemaligeStadtschüler des unabhängigen Genf , der ehemalige napo-leonische Officier, der nie an die Schweiz zu denken gehabtund von ihr fast nichts wusste, sich selbst, nach dem Bei-spiele seiner engeren Heimath, dem neuen und Gesammt-vaterlande anschloss. Er genoss den Ruhm, während sechzigJahren, und zwar nicht selten unter grossen Schwierigkeiten,das lebendige Band zu sein, welches Genf mit der Eidge-nossenschaft vereinigte. Seine Landsleute verstanden dieswohl, als er 1827 eidgenössischer Oberst wurde, eine Würde,die bis dahin noch kein Genfer erlangt hatte. Sie veran-stalteten ihm ein Bankett zur Feier der militärischen Einheit,welche nun das schweizerische Vaterland mit seinem zwei-undzwanzigsten Canton eng verbinden sollte.
Es war des neuen eidgenössischen Officiers feste Ueber-zeugung, dass die Schweiz , ohne Ehrgeiz, streng neutralbleiben müsse, und dass sie, um ihre Neutralität, ihre Inte-grität und Unabhängigkeit geachtet zu sehen, der Stärkeund fortwährenden Waffenbereitschaft bedürfe. Seine Erfah-rungen von Paris, Metz und besonders von Korfu übten dengrössten Einfluss auf die Organisation der eidgenössischenArmee.
„Ich habe 1819“, sagt er in seinen Notizen, „die Schulein Thun gegründet und bin dort Oberinstructor des Geniesund des Generalstabs bis 1830 gewesen, der Epoche, inwelcher mir die Befriedigung ward, daselbst den PrinzenLouis Napoleon Bonaparte aufgenommen und unter meine