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Der Sonderbunds-Krieg und die Ereignisse von 1856 : eingeleitet durch eine biographische Skizze / General G. H. Dufour
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für die Ausdehnung und die moderne Verschönerung derStadt. Genf war drei Jahrhunderte lang eine Stadt desGeistes gewesen, welche trotz der schönen aber ernstenBauten des achtzehnten Jahrhunderts alle Aeusserlichkeitenausser Augen gelassen ; ihre Grösse beruhte auf der Liebe zurHeiligen Schrift und den Wissenschaften; sie hatte nicht Zeit,an Quais und rechtwinklige Strassen zu denken. Man wird demGeschichtsschreiber und Moralisten diesen Cultus der Ver-gangenheit nicht verargen. Aber andere Zeiten, andere Sitten:die verfallenen Bauten längs der Rhone und des Sees, welcheden Blick auf das Wasser und die Berge verdeckten, warenalterthümlich, aber deshalb nichts weniger als interessant.Der gradlinige Sinn des Obersten Dufour mochte sie nichtausstehen. Als er 1819 zum Mitglied des Repräsentativ-raths gewählt wurde, versäumte er die Gelegenheit nicht,bedeutende öffentliche Arbeiten zu fordern.

Wenn man mit dem Dampfschiff in unsere Stadtkommt, sagte er später unumwunden,darf man nichteingestehen, dass man ein Genfer ist. Erst nach drei-maligem Anlauf und zwei Niederlagen erlangte er vom Rathdie Annahme des Projectes für den Bau des grossen Quai.Diese Arbeiten wie diejenigen am Pont des Bergues wurdenmit Eifer betrieben, und General Dufour hat diese Schöpfun-gen mit dem Sonderbundsfeldzug und der Karte der Schweiz stets als einen seiner drei Ruhmestitel betrachtet. Wenn manan den mächtigen und tiefen Eindruck denkt, den er damitauf Tausende von Reisenden, Dichtern, Künstlern, wie aufden bescheidensten seiner Landsleute ausgeübt, so kann mannicht anders, als seine Meinung hierüber theilen.

Zwei andere, minder berühmte, aber vom Bedürfnissgeforderte Brücken wurden von ihm gebaut: die Brückevon Sierne über die Arve, und die Hängebrücke über die