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Der Sonderbunds-Krieg und die Ereignisse von 1856 : eingeleitet durch eine biographische Skizze / General G. H. Dufour
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27
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Der Wunsch, sich über die in verschiedenen Theilendes Königreichs ausgeführten Arbeiten zu unterrichten, ver-anlasste ihn zu einer mehrmonatlichen Reise, auf welcher ervielen ehemaligen Cameraden, unter anderen dem vortreff-lichen General Baudrand begegnete, ln der grössten Win-terkälte des Jahres 1830 fuhr er mit der Eilpost von Nantes nach Paris . Der erste Theil der Reise geschah währendder Nacht, er hatte seinen Mantel vergessen, und eineScheibe seines Coupes war dazu noch von einem unge-schickten Postillon zerbrochen worden. Seine Constitutionwar jedoch so kräftig, dass er sogar ohne den geringstenSchnupfen davon kam; später aber meinte er, dass er denAusdruckbis ins Herz hinein frieren, diesmal wohl ver-standen habe. Was ihm ausser seinen speciellen Beobach-tungen als Ingenieur am meisten zu denken gab, war dieWahrnehmung, dass alle Welt auf den nahen Sturz derDynastie gefasst war.Das hängt nur an einem Faden,sagte er nach seiner Rückkehr. Als in Folge der Ordon-nanzen Carls X. der Faden zerrissen war, bedauerte Dufour,der in seiner Heimath zur liberalen Schule gehörte unddamals eben sein freundschaftliches Yerhältniss zu den Bona-parte durch Uebernahme der militärischen Erziehung desPrinzen Louis neu befestigte, den Fall der Bourbonen nicht.

Bezüglich der schweizerischen Eidgenossenschaft warDufour 1830 und 1831 sehr besorgt. Wie viele andere Politikerglaubte auch er, dass in Europa ein allgemeiner Brand be-vorstehe, welcher möglicherweise die Schweiz in Mitleiden-schaft , ja ins Verderben ziehen könne. Von ihm gingim Angesichte der zu erwartenden Ereignisse der Gedankeder Einberufung einer ausserordentlichen Tagsatzung aus.Er wurde zum Deputirten ernannt. Die Befürchtung einerVerletzung des Schweizergebietes, wie sie mehrmals in den