Buch 
Der Sonderbunds-Krieg und die Ereignisse von 1856 : eingeleitet durch eine biographische Skizze / General G. H. Dufour
Entstehung
Seite
87
JPEG-Download
 

87

Hauptangriff sollte jedoch zwischen der Reuss und demZuger-See stattfinden, um Schwyz von Luzern zu trennen.Dies hiess gewissermassen den Stier hei den Hörnern packen,weil das an diesem Orte sehr enge, waldige und hügeligeTerrain der Vertheidigung grosse Vortheile darbot, unddazu stark besetzt und dem Centrum des Widerstandes sehrnahe war. An dieser Stelle aber war ein Erfolg entschei-dend, während er es sonst nirgends war. Diese Erwägunggab den Ausschlag, und der Angriffsplan wurde nun infolgender Weise festgestellt: Zwei Divisionen, die vierteund die fünfte, sollten hauptsächlich zum Angriff verwandtwerden, während die Artillerie-Reserve gegen den Brücken-kopf hei Gislikon, der die directe Strasse von Muri nachLuzern sperrte, ihre Batterien vereinigen sollte. Schiff-brücken waren über die Reuss zu schlagen, um neue Ver-bindungen zwischen den beiden Divisionen herzustellen, undum der diesseits des Flusses stehenden vierten Division zugestatten , so viel Truppen als nöthig zur Unterstützungder fünften, und zum Zweck der Wegnahme der Positionbei Honau, beim Eintritt in das Defile zwischen der Reussund dem Rotherberg, auf das rechte Ufer zu werfen. Diefünfte Division, von Cham aufbrechend, sollte gegen Rischund Meyerskappel sich wenden, auf der anderen Seite desBerges, wo der Zuger-See den Raum verengt und einanderes De'file bildet.

Die Division Nr. III sollte über Sursee, Münster unddas Thal von Hitzkirch gegen Innwyl marschiren und dortden Fluss vermittelst einer mitgeführten Bockbrücke zuüberschreiten suchen. Sie sollte so die Verbindungen derTruppen bedrohen, die Honau und Gislikon vertheidigten.Von Münster aus sollte diese Division eine ihrer Brigadenmit Artillerie über Hildisrieden und Rothenburg gegen die-