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des Hauptmanns ausgestellt, und mit Siegel versehen, übergeben wurde 1 ):„Ich nigclaus Ochsenbein luttener von Solothurn mins her hoptmans ny-claus cuonratt Statthaider tliuon kund mitt dißer geschrifft das ich mittguotz gunst wyssen und willen ein fruntlich urlob und passportt gebenhab, ursach ir kranklieyt halb, mit namen Hans langemann, benedikt Koff-mel und uly gigy, und das dem also sy, so hab ich obgemelet nyclaus ocli-senbein min eigen Sygell getriicket zu End dißer geschrifft die gebenward vff Sonntag nach Sanct anna tag md XV“.
Dass in diesen Söldnerkriegen gelegentlich auch „Drückeberger“ d. h.Gesunde mit den Verwundeten sich aus dem Felde machten, geht auseiner Mahnung der Basler Bäte- an die vor Xovara liegenden Trup-pen hervor. Es heisst in einem Schreiben 2 3 ), diejenigen „welche nit krankoder wund syend, oder mit kranken oder wunden heim zuehend“ sollenbestraft werden.
Unterkunft der Verwundeten in dem Schlachtfeldebenachbarten Städten und Ortschaften.
Natürlich gab es in den vielen Kriegen oft Verhältnisse, dieeinen sofortigen oder raschen Abschub der Verwundeten in dieHeimat nicht zuliessen. Tödlich Schwerverwundete transportierteman damals schon nicht unnötig weit. So sehen wir denn, dass öf-ters die Verwundeten nach der Schlacht in benachbarten Ortschaf-ten, Städten, Schlössern untergebracht wurden, oder dass sie selbstsich hinschleppten.
Bei St. Jakob an der Birs kamen von den 1500 Eidge-nossen einige Verwundete mit dem Leben davon 8 ). Wir hörtenfrüher, dass diejenigen, welche in Feindes Hand fielen, abgeschlachtetwurden. Einzelne blieben Tage lang unbeachtet liegen, und wur-den dann aufgefunden, als der Dauphin den Baslern freies Ge-leite gab zur Bestattung der Toten. Die Basler nahmendiese Wenigen in die Stadt und Hessen sie artznen.
In der Chronik des Heinrich Bein he im 4 5 ) ist zu lesen: „Wur-dent oucli zween inden bürsten (Stauden) lebendig gefunden, furt manouch in die statt, stürben ouch bed“. Appenweiler giebt an“), esseien am 3. Tag noch Lebende gefunden worden. „Do ward maniger am
1) St.-A. Solothurn. Denkwürdige Sachen vom Jahre 1515. Vol. XXXIII.Fol. 25.
2) St.-A. Basel. Akten. Italienische Kriege Nr. 10.
3) Von solchen, welche ohne Wunden die Flucht ergriffen, sind ganzwenige bekannt; von diesen ist früher die Rede.
4) Säkularschrift 1. c. S. 14.
5) Ebenda. S. 12.