s
leutrantsrang und sie ersetzt durch Fahnenträger mit Unteroffiziersrang. Ebenso wurdendie Anspessades durch die Gefreiten ersetzt, die Offiziers-Trabanten, die Schreiber undähnliche Luxusgrade endgültig unterdrückt, und neu geschaffen die Fourière und denRegimentszahlmeister.Im fernem besaß das Schweizer -Garderegiment (wie allerdings auch alle übrigenSchweizertruppen) eigene hohe und niedere Gerichtsbarkeit. So wurde noch im April 1790ein Soldat, der einen Jäger von hinten erschlagen hatte, vom Gericht seiner Kompagniezum Tode verurteilt, dann aber auf Bitten mehrerer Offiziere der Nationalgarde begnadigt.Die erste Kompagnie (die générale) hatte ihre Kaserne in der Rue Grange Batellière imQuartier St. Roch, die zweite (die colonelle) im Quartier Montmartre , die dritte (lieute-nance-colonelle) und die Grenadière in Chaillot , die übrigen Kompagnien in Ruelle undCourbevoye. Sämtliche Offiziere hatten den Rang der nächsthöheren Linienoffiziere.Dem Obersten Stuppa wurde einst in Gesellschaft vorgehalten, man könnte mitdem Geld, das die Schweizerfälöner Frankreich gekoffet hätten, eine Straße von Paris nach Basel pflastern. Stolz erwiderte er: „Bewiß, aber man könnte auch einen Kanalvon Paris nach Basel füllen mit dem Blut, das wir Schweizer für Frankreich vergossenhaben.“ Wie eine Vorahnung klingt dieses Wort aus dem XVII. Jahrhundert für dasEnde der Schweizergarden.Dieses Ende des Regiments ist als tragisch viel-fach behandelt worden, besonders von schweizerischerSeite. In Luzern zeugt der herrliche Löwe Thor-waldsens von „der Schweizer Treue und Tapferkeit“am 10. August 1792. Auf französischer Seite wirddie Sache natürlich etwas anders angesehen. Immer-hin sinö wir heute imstande, das Benehmen desRegiments vom Standpunkte einer unparteiischenGeschichtschreibung zu beurteilen, und da muß vorallem Folgendes festgestellt werden:Zweifellos kann von einem eigentlichen Haß derPariser oder der Nationalgarde gegen die Schweizer „Tyrannenknechte“ keine Rede sein. Anders standes mit den Föderierten aus der Provinz, besondersden 500 Marseillern, die das neue Lied Rouget del’Isle’s nach Paris brachten. Susane wird das Ver-hältnis ziemlich richtig bezeichnen, wenn er sagt:„Die Schweizer haben sich vorsichtig und zurück-haltenö benommen bis am 10. August 1792, wo siein Notwehr gehandelt haben und der Volkswut zumOpfer fielen.“ Das gute Einvernehmen wird be-Hornbläser in großer uniform, 1782.Nach einer Zeichnung von Job.wiesen durch die oben erwähnte Begnadigung und
g.