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Schweizer Militär vom Jahr 1700 bis auf die Neuzeit / A. Pochon und A. Zesiger
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Das Zürcher Heerwesen im XVIII. Jahrhundert.Zwei Jürcher Spontone für Artillerieoffiziere. — Zwei Zürcher Wachtmeisterhebarden (die eine datiert 1774).Zürcher Offiziershalskragen von ca. 1720. — Alle im historischen Museum in Bern .Die Anfänge zur Miliz des XVIII. Jahrhunderts liegen über zwei Menschen-alter weit zurück im XVII. Jahrhundert. Bis 1630 wurde nach Herrschaftenaufgeboten und das Heer aus einer größern oder kleinern Zahl ganzverschieden starker Panner oder Fahnen gebildet, ö. h. aus Kontingentenmit Pannerrecht wie den Städten Winterthur, Stein a. Rh., Elgg und solchen nur mit Fähnli-recht, wie der großen Grafschaft Kyburg. Im genannten Jahre nun teilte Zürich nach bernischem Vorbild das ganze Land in 10 Quartiere ein, von denen ein jedes in Fahnen, späterKompagnien zu 200 Mann zerfiel. 1653 schuf es sich eine Reiterei, indem die Besitzer vonbehenhöfen, Wirtshäusern, Mühlen usw. als Reuter mit Brustpanser, Eisenhelm, Bandrohr(kurzer Muskete) und Seitengewehr Dienst tun mußten. 1657 endlich wurden auch dieKonstabler oder Artilleristen in 4, später 5 Kompagnien von je 90 Mann eingeteilt.Die gesamte Wehrmacht bestand 1679 aus 99 Kompagnien Fußpolk, von denen jedezu 3/5 aus Musketierern, zu 2/5 aus Barnischern, Spießern und Balpartierern bestandoder bestehen sollte; dazu kamen 13 Kompagnien gepanzerter Reuter und 5 KompagnienKonstabler. 1709 befaß das Zeughaus Zürich an Artillerie 1 Zweiunddreißigpfünder,18 Vierundzwanzigpfünder, 3 Sechszehnpfünder, 18 Elf-, Zwölf- und Dreizehnpfünder,49 Sechs-, Acht- und Neunpfänder, 45 Zweieinhalb-, Drei- und Vierpfänder, 21 Mörservon 11—320 Pfund beschoßgewicht und 42 kleinere Kanonen von ½ —1½ PfundKugelgewicht, im ganzen also fast 200 Feld- und Festungsgeschütze.