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nach und nach die meisten Reuterkompagnien in Dragoner umgewandelt wurden,sodaß 1713 nur noch drei Kompagnien welscher Uafallenreiter und die Berner Stadt-küraffiere übrig blieben. Von 1735 datiert die einzige Reuterordonnanz, nach der unserBild erstellt wurde. Die ausführliche Entwicklung der Dragoner und ihrer uniformwurde bereits auf Seite 5 der ersten Lieferung behandelt.Was endlich noch die Bewaffnung und Ausrüstung der Infanterie betrifft, so istergänzend zur ersten Lieferung nur noch beizufügen, daß die Sieger von 1712 mitFeuersteingewehr und Dillenbajonett, mit Patronatche und Seitengewehr ausgerüstetwaren, alles Dinge, die sie sich übrigens selber anschaffen mußten. Der eisengraue Rockmußte 1730 dem weißgrauen und dieser 20 Jahre darauf im Welschland, einige Zeitdarauf (1757) auch im deutschen Teil, dem blauen weichen. Die Munition wurde aufzweirädrigen Karren, das Brot in großen Korbwagen nachgeführt, den jedenfalls zahlreichen Troß begleiteten Karrer und Spetter, die gerade infolge der Erfahrungen jenesFeldzugs (in einem kritischen Augenblick flchen ihrer viele auf den Zugpferden davon)kurz nachher ebenfalls militärischer Zucht unterworfen wurden. Kranke und Verwundetepflegten Feldscherer, den Ordonnanzdienst besorgten die Ueberreuter in weiten rotenMänteln, Postläufer, bewaffnet mit Säbel und Spieß, vertrugen die Briefe auch inKriegszeiten.Ein Unbekannter erzählt uns von jenem prächtigen „Schützenmattaufzug undKrfilleriekamp“ den 1752 der „äußere Stand“, eine halb militärische halb politischeVorschule junger Bernburger, mit dem offenbar nach zürcherischem Muster gegründetenFeuerwerker- oder Artilleriekollegium im Jahr 1752 veranstaltete. Am 21. April und3. Juni zogen mit den regulären grau uniformierten Auszügern und den blau und rotenKonstablern, beide mit ihren weißen Ueberstrümpfen, die Staßtwacht mit roten Röckenund schwarzen Aufschlägen, rote etc. Nkantafiegrenadiere mit weißer Untermontur, 50 alteSchweizer und sogar — 25 Ulanen in prächtigen „fürkischen“ Kleidern mit einem Heerpauker, alle behängt mit goldenen Ketten und öierraten. Mit Ausnahme der Konffabler,Aussüger und Stadtwächter sind natürlich alles Phantasieuniformen, auch die Grenadiere,denn diese trugen ebenfalls die graue uniform und als Unterscheidung Mützen vonDachsfell und rotem Tuch mit schwarzen Borten verziert. Ich füge das hier nur bei,weil noch vor kurzem an einem Fest rot-weiße Bernergrenadiere paradierten!Friedrichs des Großen Siege über halb Europa bewirkten, daß fortan im Heer-wesen „preußisch“ Crumpf wurde, und der französische Einfluß für ein halbes Jahrhundertin den Bintergrund trat. Die schon vorher begonnene Neugestaltung der bernischen Milizkam im Jahre 1768 zustande, unter Mitwirkung des aus preußischen Diensten für denSommer 1767 beurlaubten Generalleutrants Lentulus. Die Infanterie zerfiel von nunan in 21 deutsche und sieben welsche Regimenter und zwei überschüssige Batailloneein jedes Regiment zählte vier Bataillone, jedes Bataillon vier Füsilier- und eineGrenažierkompagnie zu 100 Mann. Das öenfer Sukkursregiment wurde aufgehoben.Dafür nahm man an dem Zürcher Piket ein Beispiel und führte ein ähnliches in