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Bern ein. Das große Piket sollte aus der Hälfte der gesamten Mannschaft, das kleineaber aus allen 84 Grenadier- und ebenfopiel Füsilierkampagnien des großen Piketsbestehen. Als neue Waffe treten 1767 die drei, später fünf, Scharfschütsenkompagnienauf, denen 15 Jahre später nach 16 halbe, dann 14 ganze Kompagnien Bataillons-jäger an die Seite traten. Alle trugen den blauen Rock, die Infanterie mit rotem,die Jäger mit hellblauem Kragen und Aufschlägen, die Scharfschützen dazu noch hellblaueRockumschläge. Seit 1784 trugen auch die deutschen Infanteristen wie die übrigen Waffenzu Fuß dunkelblaue Westen und Bosen, das Jahr darauf die Offiziere nur noch Degen, keineSpontone oder bewehre mehr. Allgemeine Kopfbedeckung war der Dreispitz, nun nichtmehr weiß eingefaßt, die brenadiermützen wurden 1782 verboten, die Scharfschützendagegen erhielten den nur auf einer Seite aufgeschlagenen „Chapeau corse“, aus demdie Mediation die unschönen Zeittafeln machte. Das Fuhrwesen wurde vollständigmilitärisch organisiert, der Karrer unterschied sich vom gewöhnlichen Soldaten durch einweißwollenes, schmales Band um den linken Arm, kurz vor dem Zusammenbruch wurdenoch ein Geniekorps errichtet und die Feldscherer neu eingeteilt.Die Artilleriekompagnien wurden 1768 auf sechs, 1782 aber auf 12 vermehrtjede 155 Mann stark. Die Kanoniere sollen nur noch mit Säbel und Pistole bewaffnetsein, die flinten wurden ihnen als unnütz aberkannt, so gut wie den Füsilieren derSäbel; die Uniformen aber blieben bis auf Hutsträuße und Aermelpatten unverändert.Die Geschütze wurden mehr als verdoppelt, indem 1790 der Catalbestand sich belief auf21 Batterieffücke von 9—12 Pfund, 82 lange Feldstücke von 2—6 Pfund, 273 kurseBataillons- und Regimentsstücke von 1¾—12 Pfund, 32 Mörser von 25—300 Pfund,10 kleine Coekoornmörfer, 44 Baubitzen von 16 und 25 Pfund, 9 Doppelhacken und20 Falkonette. 1798 mochten ungefähr 520 Feuerschlünde verfügbar sein.Die Reiterei wurde durch die Ordonnanz vom 18. März 1779 neu in vier Regimenterzu 18 Kompagnien Dragoner eingeteilt, eine welsche Vasallenreuter- und die Staßt-küraffierkompagnie sind verschwunden, die zwei übrigen welchen Reuterkompagnienaber lebten auf dem Papier weiter bis 1798, hartnäckig verteidigten sie ihre alte Vor-Zugsstellung, ihre alten Feudalrechte, sanft sind sie gegen Ende der 80er Jahre ein-geschlummert und nicht mehr erwacht.Die Dragonerkompagnie des Amtes, oder wie man früher sagte, der GrafschaftBüren, die ich bisher nicht näher erwähnte, nimmt unter den Dragonern insofern eineeigene Stellung ein, als sie die einzige ist, die seit ihrer Errichtung im Jahr 1693 biszum Untergang des alten Berns stets die alte graue Uniform mit gelben Zierartenbehielt. Wir wissen, daß die drei Kompagnien Wangen , vier Landgerichte und Bippalle vor 1725 ihre graue Montur mit dem gewöhnlichen roten Dragonerrock vertauschenmußten; den Bürenern ließ man sie, weil sie die erste organisierte Dragonerkompagnieim Bezirke des Stadtmajors waren. Wie die übrigen Dragoner verlor sie mit der Zeitdie Butborten und erhielt dafür Federbusch und Schlagband. Elf Jahre lang (1768—79)gehörte sie mit den Dragonern von Iverdon zum Jägerkorps.