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ihren Bärenmützen; der Rock eines Unteroffiziers von ca. 1770 im schweizerischen Landesmufeum zeigt silberverzierte schwarze Aufschläge. Jedes Regiment hatte Kompagnie -,später Halbbataillonsfahnen mit durchgehendem weißen Kreuz und geflammten Quartierenin den Farben der Obersten; die Kompagnie des Obersten eine ganz weiße Fahne, diesog. Oberstenfahne, mit verschiedenen Abzeichen. Die Trommler trugen stets die Farbendes Obersten.Unbefangene Beurteiler sind darin einig, daß die Schweizer immer zu den bestenTruppen gehörten, die unter Frankreichs Fahnen fochten. Der Hauptmann Susane, diegründlichen Forscher Dr. Lienhart und Humbert, um nur die bedeutendsten zu nennen,erzählen übereinstimmend von den hervorragenden Taten der Schweizertruppen. Vomholländischen Krieg weg bis zur Revolution hat Schweizerblut oft genug französischeHeere gerettet; so namentlich bei Roßbach, wo das 6.(Oberst Ludwig August Planta)und das 7. Schweizerregiment(Oberst Franz Philipp von Dießbach ) unter furchtbarenVerlusten bis zu allerletzt in einem Regen von Kanonen- und Gewehrkugeln, unterfortwährenden Attaken der Reiter Seydlitz aushielten. Susane berichtet im 7. Bandseines Werkes diese Ruhmestat mit den Worten, die beiden Regimenter hätten sich mitunsterblichem Ruhm bedeckt. Bei Neerwinden (1593) entschied die Brigade von Salis(5. und 7. Schweizerregiment) die Schlacht durch Eroberung und Behauptung desDorfes, von dem die Schlacht den Namen trägt; das 6. Regiment eroberte dort vierKanonen, von zwölf Hauptleuten fielen sechs. In allen großen Schlachten bluteten dieSchweizer: Kassel, Fleurus, Steenkerken , Neerwinden, Ramillies, Oudenaarde, Mal-plaquet, Denain, Guastalla , Fontenay , Lawfeld, Roßbach, Krefeld, Minden heißen dieBlätter in diesem Kranz; bei berühmten Belagerungen waren Schweizer in den Lauf-gräben: Vor Luxembourg, Namur, Chaleroi, Nymwegen,Nibraltar, Philippsburg, Freiburg i. Br., Ostende, Brüssel, Bergen-op-Zoom, Genua, Münster, vor Barcelona zwei-, vorLandau dreimal. 1747 mußte aus dem 4. Regiment, als es aus Italien heimkehrte,ein Marschbataillon von 700 Mann gebildet werden, der Rest von 2000 Mann; inder Schlacht bei Cidone hatte es allein 500 Mann verloren, im Jahr darauf noch120. Leider hat sich 1792 das 6. Regiment(Kullin de Chateauvieux) von den Repolutions-idealen anstecken lassen und sich mit zwei französischen Regimentern empört. Die 4.und 5. Schweizer mußten ihren Landsleuten eine regelrechte Schlacht in den Straßenvon Nancy liefern und nachher noch über sie zu Gericht sitzen. Ohne Erbarmen ist ihrUrteil gewesen: der Leutnant Soret wurde gerädert, 22 Andere gehängt, 41 zur Galeereverdammt; 74 dem Regiment zur Aburteilung überwiesen. Die Heimatkantonebrachten es nicht über sich, diese letztern beiden Kategorien zu begnadigen; das bliebder französischen Nationalversammlung vorbehalten. Die Ueberreste des Regimentsscheinen als einzige Schweizertruppe zwei Jahre darauf sich ohne eigentlichen Abschiedaus Bitsch entfernt zu haben; ein Teil trat in die Dienste der Emignanten, in das Heerdes Prinzen Condé.