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Schweizer Militär vom Jahr 1700 bis auf die Neuzeit / A. Pochon und A. Zesiger
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37
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Die Bundert Schweizer und die beiden kapituliertenRegimenter in savogisch-sardinischen Diensten.Nach französischem Muster errichtete der Herzog von Sapoyen im November1597 eine Leibwache von Schweizern unter dem Namen Kompagnie derBundert Schweizer. Diese bestand zuerst aus 200 Mann, wurde durch dieOrdonnanz Uiktor Amadeus' II. vom 5. Dezember 1701 auf 125, durch die-jenige Viktor Amadeus III. vom 10. Dezember 1774 auf 112 Mann herabgesetzt.Bis 1798 setzte sie sich zusammen aus 1 Hauptmann mit Oberstenrang, 1 Leutnant mitOberstleutrantsrang, 1 Fähnrich mit Hauptmannsrang, einem Auditor mit Leutrantsrang,1 Schreiber, 1 Chirurgen, 5 Wachtmeistern, 10 Korporälen, 4 Trommlern, 1 Pfeifer,1 Trabanten und 85 Hellebardieren; ferner waren ihr zugeteilt 1 Arzt. 2 Kapuzinerpatres, 1 Matratzenmacher und 1 Profoß. Die Rekruten stellten die katholischen Kantoneund die Republik Wallis. Die Kompagnie hat meist Dienst als Palastwache in Turin getan. Die Montur bestand aus scharlachrotem Rock mit blauem Futter, blauer Westeund gleichfarbigen Bofen. Der Rock war mit Streifen aus Silberfäden und Samf mitdem herzoglichen, später königlichen Wappen besetzt; Welte und But mit silbernen Borten;galonnierter Ächselgurt, langer Degen mit Kupfergefäß; im Winter blaue, im Sommerweiße Strümpfe; Handschuhe von Hirschleder mit Fransen „à la livrée du roi“; diegemeinen dazu noch eine Hellebarte von 8 Schuh LängeAm 1. Oktober 1703 entwaffnete der Herzog von Oendôme mitten im Frieden3500 Mann savogische Cruppen im Lager von San Benedetto, indem er offenbar Windbekommen hatte von der beabsichtigten Kriegserklärung. Natürlich konnte nun Uiktorflmadeus nicht länger zögern und erklärte am 3. Oktober den Krieg an Ludwig XIV Um die empfindliche Bücke infolge dieses Handstreichs auszufüllen, beauftragte er per-schiedene Schweizeroffiziere in seinen Diensten, Freikompagnien anzuwerben; acht solcherEinheiten von je 175 Mann wurden am 22. Februar 1704 zum Regiment (p.) Kyötvereinigt; der Oberst war ein Bruder desjenigen, der sechs Jahre vorher ein SchwyzerRegiment erhalten hatte. Drei Jahre später nahm das jüngere Regiment (p.) Kydt dieUeberreste der beiden Regimenter von 1698 auf und konnte daraus ein örittes Bataillonbilden. Es trug bis 1709 den Namen Königin-Regiment, weil die englische Königin Annaes besoldete; von da weg wie alle Fremdenregimenter nannte es sich nach seinemObersten. Im gleichen Jahr erhielt es auch eine uniform. 1732 wurden vier Walliser-kampagnien gebildet und 1743 enölich kapitulierte die Republik Wallis für das ganzeRegiment, das von da an zu zwei Dritteln aus Walliser Kompagnien bestehen sollte.Das zweite Regiment hob 1733 der Uperdoner kouis Albert Roguin aus und wurdeam 13. November deisen Oberst. Von Anfang an bestand es zum mindesten mehrheitlichaus Bernern: seit dem Jahre 1759 wurde es vom Stand Bern kapituliert und zählte

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