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12 Kompagnien, von denen acht bloß regimentsfähige Burger, die vier übrigen aberauch bernische Untertanen zu Hauptleuten haben sollten; diese vier hießen „compagniessujettes“. Nichtsdestoweniger find von den sieben Obersten ihrer vier bloß bernischeUntertanen gewesen und nur drei regimentsfähige Burger.“ Stets aber sollten von dendrei höchsten Graden (Regimentsinhaber, kommandierender Oberst und Oberstleutnant)zwei von Burgern besetzt sein. In französischen Diensten standen sich wenigstens rechtlichBurger und Untertanen gleich, denn erst im XVIII. Jahrhundert bildete sich in Bern dieUnterscheidung zwischen Burgern und Untertanen so recht scharf heraus.Beide Regimenter bestanden aus 12 Kompagnien, das erste seit 1707, das zweitevon seiner Gründung weg, dagegen jank die Stärke der Kompagnie von 175 auf 117Mann. Die letzte Ordonnanz datiert von 1774 und nennt einen Stub von 20 Offizieren,nämlich einen Regimentsinhaber, einen kommandierenden Obersten, zwei Oberstleutrants,einen Regiments- und zwei Bataillonsmajore, einen Quartiermeister, einen Regiments-und zwei Bataillonsaidemajore, sechs Fähnriche, einen Almosner, einen Oberchirurgen,einen Oberauditor. Im Bernerregiment fehlt seit 1786 der kommandierende Oberst, nebenden katholischen Almosner tritt dafür noch ein Feldprediger. Im Offiziersetat von 1793fehlen der Quartiermeister und der Oberauditor, dagegen beffeken neu ein Geschäftsträgermit Hauptmannsrang und ein zweiter Almosner; im Etat von 1768 sind nur 1 Oberst,1 Obersteutnant, 1 Major, 1 Quartiermeister, 1 Ridemajor, 2 Oberchirurgen, 1 Felö-prediger und 1 Feldpater angegeben. Nach der Ordonnanz von 1774 sollten aus denzwölf Füfilier- zwei Grenadierkompagnien von je 91 Mann ausgezogen werden; fernerein Peloton Kanoniere von 25 Mann unter einem Wachtmeister, zur Bedienung derRegimentsartillerie.Uniformen wurden beim ersten Regiment 1709 eingeführt; wir kennen sie abernicht. Unter dem Oberst Bruno (p.) Kalbermatten trugen die Walliser eine ganz blaueMontur mit gelben Krägen, Auf- und Umschlägen und gelbem Futter, weißbordiertemHut mit blauer Kokarde. Das Berner Regiment unter Oberst Roi trug ebenfalls blaueKleidung, aber rot verziert. 1774 erhielten beide Regimenter weiße Untermontur.Weißes Lederzeug haben die Walliser schon vor 1762 getragen, die Berner noch 1760braunes. Wie in Frankreich rückte der Soldat im Sommer in weißen, im Winter inschwarzen Ueberstrümpfen aus. Eigentümlich sind die Boutonnièren der Offiziere an Rock und hiermeln seit 1774. — Im Sommer 1798 wurde im helpetischen Großen Rat derAntrag gestellt und angenommen, die Regimenter in Piemont zurückzurufen.In den Sammlungen des Schweiz . Landesmuseums befinden sich mit Ausnahmeder schon genannten Uniformbilder des Wallifer und des Berner Regiments noch einigeAbbildungen des Regiments Charignan, das 1742 als Graubündner Regiment kapituliertwar, seit 1774 aber nicht mehr nach Schweizer Fuß eingerichtet war.In Savoyen -Sardinien heißen eigentümlicherweise die Regimenter seit 1774 stetsBrigaden, so daß wir von der Berner oder Walliser Brigade lesen, wobei stets bloß dieRegimenter gemeint sind.
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