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Schweizer Militär vom Jahr 1700 bis auf die Neuzeit / A. Pochon und A. Zesiger
Entstehung
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der Muskete, dann dem Steinschloßgewehr Platz; auch Solothurn hat sich aber wederam ersten, noch am zweiten Vilmergenkrieg beteiligt. Wiederum ist der Bericht von1743 die erste willkommene Nachricht aus dem XVIII. Jahrhundert über uniformen undAusrüffung. Die Offiziere trugen damals dunkelgraue Röcke mit roten Aufschlägen, dieSoldaten aber waren genau gleich wie die Berner bekleidet und ausgerüstet in grauenRöcken mit roten Westen und Hosen, mit bordierten Büten, mit Flinte, Seitengewehrund Patronatasche. An Stelle der grauen ist dann um 1770 die blaue Montur getreten.Offenbar trugen noch 1792 die Auszüger den Säbel am Leibgurt, daher das merk-würdige Schloß und kurze Lederzeug des Feldweibels von Segerabend. Wie die Frei-burger mögen schon damals auch die Solothurner Kreuzfahnen mit geflammten Quartierengetragen haben, sicher waren die Fahnen, die 1798 den Franzosen in die Bände fielen,schwarzweiß und rotweiß getlammt mit durchgehendem weißen Kreuz und dem Namendes Truppenkörpers. Eine Zeitlang waren sie in Paris zur Schau gesellt; auf Betreibendes helvetischen Gesandten, des Bürgers Jenner von Bern, wurden sie 1800 entferntund vermutlich 1814 mit den übrigen Trophäen eines Vierteljahrhunderts verbrannt.fluch den Solothurner Auszüger hat Tegerabend abgeseichnet und damit die Vorlagezu unserem Bild geliefert; andere Bilder von Engelbrecht und spätern gehen entwederauf erstern zurück oder find gleich. — Wie Freiburg hat auch Solothurn im Frühling1798 bewaffneten Widerstand versucht. Bei Lengnau und bei Solothurn haben Berner und Solothurner Seite an Seite geblutet. So ist dieses kleine, unscheinbare Milizwesenimmerhin in Ehren untergegangen; mehr als ein größerer Kanton kann nicht mit sogutem Gewissen auf jene Märztage zurückblicken!FreiburgerHut des Generals v. Erlach.rmüße.XVIII. Jahrhundert.

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