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Die Freiburger und die Solothurner MilizNIm gleichen Jahr 1481 sind die Städte Freiburg und Solothurn dem Schweizer-bund beigetreten, beide haben in der Folge ein Patrizierregiment aus-gebildet, beide waren meist getreue Verbündete der bernischen Politik.COhne weiteres dürfen wir annehmen, daß bei beiden auch im Heerwesendas bernische Beispiel vorbildlich war. Wenig genug aber wissen wir sonst über ihr„Militare"Freiburg besaß ähnlich wie Bern deutsch - und welschsprechende Untertanen; diealte Eidgenossenschaft aber kannte keine welschen Orte, und so ist die amtliche, dieSchul- und die Kirchensprache bis zum Untergang der XIII Orte stets die deutsche gewesen, trotzdem drei Viertel der Bewohner des heutigen Kantons noch zur Stundeein mehr oder weniger reines Französisch sprechen. Wie die Berner zogen die Freiburgerzuerst unter dem Panner aus, ihre Heere setzten sich zusammen aus den Kontingentender einzelnen Herrschaften. Im Laufe des XVII. Jahrhunderts mußte dieses alte, schwer-fällige, unbotmäßige Heer dem beweglichern weichen, das zuerst der Burgunderherzog,nach ihm die französischen Könige erprobt hatten und der 30-jährige Krieg auch inDeutschland bekannt machte. Das Fußvolk zerfiel von da an in gleich starke AbteilungenFähnlein, später Kompagnien genannt; man schuf sich eine Reiterei, Kanonen wurdengegossen, Kanoniere ausgebildet. Die Universität in Kleidung und Ausrüstung dagegendürfen wir erst tief im XVIII. Jahrhundert suchen. Im Jahr 1743, als die Eidgenossenim österreichischen Erbfolgekrieg ihre Nordgrenze besetzen mußten, rühmt ein Zürcher Berichtdie Freiburger Offiziere und Soldaten als wohlgekleidet und bestens armiert. Als Uniformenwerden blaue Röcke mit roten oder schwarzen Aufschlägen und braune Röcke mit rotenWesten und Bosen genannt. Man wird kaum fehlgehen, wenn man annimmt, die blau-gekleideten Milizen seien französischer Zunge, die braunen dagegen deutschsprechendegewesen, denn noch 1792 treffen wir diesen Unterschied. Vermutlich besaß der StandFreiburg also zwei welsche und ein deutsches Regiment. Ein zweites Mal treffen wir fastein halbes Jahrhundert später auf Beschreibungen und Abbildungen freiburgischerUniformen und Ausrüftung. Es ist 1792, wo wiederum der unermüdliche Fegerabend beiAnlaß der eidgenössischen Besetzung von Basel einen deutschen und einen welschen Soldatenabzeichnete. Beide bringen wir im Bild. — Einen Tag vor Bern ist Freiburg gefallen,verschiedene seiner Truppenkörper haben Seite an Seite mit den Bernern gekämpft, sobei Murten und der Ueberlieferung nach auch bei Neuenegg .Solothurn, die Ambassadorenstadt, war zwar nicht wie Freiburg gänzlich vonbernischem Gebiet umschlossen, seiner ganzen Politik nach aber war es ebenfalls aufBern angewiesen. Im XVII. und XVIII. Jahrhundert hat sein Beerwesen die gleicheUmwandlung vom Pannerheer zur Einteilung in Regimenter durchgemacht. Auch inseinen Reihen perschwanden allmählich die Schlag- und Stichwaffen und machten zuerst
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