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Schweizer Militär vom Jahr 1700 bis auf die Neuzeit / A. Pochon und A. Zesiger
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Zürich stellte den obersten Kommandanten, Bern den Oberstleutnant, kusern denGroßmajor; die 1419 Mann zerfielen in zwei Bataillone, welche alle vierzehn Tageabwechselnö in der Stadt oder auf dem Land einquartiert waren. Schon 1782 hatteBern seine Truppen mit 1½ Pfund Brot und ¾ Pfund Fleisch täglich verpflegt, 1792gab es gleichviel Brot und ½ Pfund Fleisch, Zürich, Luzern, Uri, Basel, Freiburg undSchaffhausen verteilten nur 1½ Pfund Brot, die übrigen Stände nichts, zahlten denGemeinen aber einen etwas höhern Sold von 21½—36 Kreusern täglich. Busern richtet 13,Zürich 15, Bern, Basel, Freiburg und Schaffhausen 16, Solothurn 21' z Kreuzer täglichaus; dagegen Uri ohne Unterschied an Offiziere und Mannschaften täglich 5 Batzenwährend alle übrigen Orte bereits den Gradsolf kannten. In Bern, Basel und Solothurn hatten die Kanoniere, in Basel auch die Dragonerordonnansen höhern Sold; noch heutesind ja die berittenen Waffen besser besoldet. Fast durchgehends tragen die Infanteristenden blauen Rock, mit roten Verzierungen und blaue oder schwarze Hosen, einzig Luzern ,Unterwalden und Freiburg den braunen, ein Teil der Luzerner und der ömmermanndes Berner Regiments v. Wattenwyl den roten Rock. Die Jägerfarbe war die grüne.Alle Milizen mußten ihre gesamte Bekleidung und Ausrüffung selber anschaffen, der Abtvon St. Gallen aber bekleidete seine Soldaten auf eigene Koffen und gab ihnen sogareinen„Surtout“. Dieser„Surtout“ dürfte eine Art Kaput sein; einen Habersack trägtauf allen Bildern bloß der Berner Kanonier.Die Maler Franz Feyerabend und M. Engelbrecht haben uns den Zuzug von 1792im Bild erhalten: ersterer in 26 handbemalten, großen Umrißstichen, letzterer in bedeutenkleinern Blättchen, von denen mir bis jetzt 27 verschiedene bekannt geworden sind,eines aber die Nummer 51 trägt. Ein R. Huber und ein L. Weise haben Engelbrechts Sammlung kopiert, aber nur verschlimmbeffert. Weder von 1743 nach von 1709 sindbis jetzt Bilder bekannt.Säbel eines Fußgängers, XVIII. Jahr.Im Besitz von Herrn Forster, Hotelier in Bern .