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Wachstuchscheibchen. Den grauen Kaput, sowie die Bewaffnung und Ausrüstung trugendie „hapolitaner“ nach französischer Ordonnanz.Die Schweizer haben sich ausgezeichnet bei dem Maiaufstand in Neapel 1848, inSizilien 1848 und 1849 und gegen die römische Republik 1849. Leider hat die Fahnenmeuterei der drei ersten Regimenter im Juli 1859 das vierte Regiment und das Jäger-bataillon gezwungen, Bruderblut zu vergießen und war die Hauptursache der endlichenAbdankung.Das kürzlich erschienene Werk von Dr. Maag ist leider für die Uniformen unvoll-ständig, war aber im übrigen eine Hauptquelle. Zu bemerken ist allerdings, daß sehroft die Ordonnansen von den Offizieren nur lässig befolgt wurden; den besten Beweisliefern die zahlreichen, noch erhaltenen uniformen im schweizerischen Landesmuseum inZürich und im bernischen historischen Museum.Die vorliegende Arbeit über den schweizerischen Soldaten mußte fast naturgemäßein Torfo bleiben. Die kantonalen Ordonnansen des XIX. Jahrhunderts - nur zwischen1802 und 1842 gibt es ihrer über hundert — würden für sich allein einen dicken Bandfüllen, während diejenigen des XVIII. Jahrhunderts vermutlich noch nicht einmal allebekannt sind. Ferner fiel für unsere Studien außer Betracht der Crain, sowohl was dasPferdegeschirr, als auch das Wagenmaterial anbelangt. Größtenteils sind Rekonstruk-tionen bloß an Banò der Ordonnanzen unmöglich, einzig erhaltene Originale oder Original-modelle könnten Aufschluß geben; und diese sind sehr selten, weil man bei neuenOrdonnansen in erster Linie die alten umzuändern trachtete und sie so vernichtete.Immerhin scheint mir der Zweck der vorliegenden Arbeit erfüllt, wenn sie andereanregen sollte, sich dem Studium unseres Heerwesens zuzuwenden. 3. B. wird in neuenOrganisationen ein wirklicher Fortschritt nur dann möglich sein, wenn er sich auf demAlten aufbaut und es so gut als möglich zu verwerten trachtet. Das Schulbeispiel dafürsind die schon erwähnten Versuchsuniformen, die nach mehreren Jahren noch nicht ausdem Studium des Versuches herausgetreten sind, weil man eben etwas Neues zu schaffenhatte, das vom Bisherigen in jeder Weise abwich und sich auf fremde Erfahrungen auf-baute. Gewiß würde auch manche „berechtigte Eigentümlichkeit“ mit weniger leichtemHerzen beseitigt, wenn ein historisches Verständnis bei den maßgebenden Stellen bestände.Der praktische Wert der Geschichte ist sicherlich nicht zu unterschätzen. Die Kenntnisder Vergangenheit allein kann ja ein Wegweiser sein in die äukunft. So schließt derAutor des „Schweizer Militär “ mit dem Wunsche, daß das Wenige, was geboten werdenkonnte, immerhin nicht als toter Buchstabe, als verfäubte Zeichnung in Archiven modernmöge, sondern lebendig wirke beim Alten als Stärkung der eigenen Erinnerung, beimJungen als Anregung zur Achtung vor der Vergangenheit.
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