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Die fremden Dienste im XIX. Jahrhundert.Mit dem Königreich beider Sizilien kam in den Jahren 1825—1829 dieKapitulation über vier Regimenter zustande. Das erste halbe Regimentstellte der Stand Luzern durch Vertrag vom 5. Mai 1825, die andere Hälftedie Stände Uri , Unterwalden und Innerrhoden durch den Gesamtvertragvom 15. Juni 1829; das zweite Regiment errichteten Freiburg und Solothurn durch denVertrag vom 6. Oktober 1825; das dritte Regiment versprach die Republik Wallis zureinen Hälfte am 9. September 1825, Schwyz und Graubünden zusammen zur andernHälfte am 8. März 1827 und am 7. Dezember 1828; das vierte Regiment endlich liefertedie Stadt und Republik Bern durch Großratsbeschluß vom 17. Juli 1828; alle Kapitula-tionen sollten 30 Jahre gelten. Jedes Regiment zerfiel in zwei Bataillone, jedes Bataillonin vier Füsilierkompagnien, eine Grenadier- und eine Jäger-Elitekompagnie; jede Kom-pagnie war 40 Offiziere und 114 Unteroffiziere und Soldaten stark, der Regimentsstabzählte 16, jeder Bataillonsstab 10 Mann, gesamtstärke eines Regiments also 1452 Mann.Am 20. Mai 1850 schuf der König durch Dekret das 13. Jägerbataillon in der Stärkevon vier Zentrums- und zwei Elitekompagnien; für dieses Bataillon konnte mit derSchweiz keine Kapitulation abgeschlossen werden, weil die neue Bundesverfassung diefremden Dienste verboten hatte. Im Jahr 1859 wurden die kurz vorher vom Königverlängerten Kapitulationen infolge der Vorstellungen des schweizerischen Bundesratsaufgehoben; am 21. August wurden das erste und das vierte, am 1. September daszweite und dritte Regiment und das Jägerbataillon nach Marseille eingeschifft. Vomersten, zweiten und dritten Regiment und vom Jägerbataillon blieben an die 1000 Mannzurück und bildeten den Kern der neu errichteten drei Fremdenbataillone.Allen vier Regimentern gemeinsam ist der rote, weißgefütterte Frack mit nachRegimentern verschiedenfarbigen Aufschlägen, Umschlägen und Kragen; das erste Regimenttrug sie in hellblauer, das zweite in hellgelber, das dritte in dunkelblauer und daspierte in schwarzer Farbe, alle dazu gelbe Knöpfe und hellblaue Hosen im Winter, weißeim Sommer. Das zweite Regiment trug hellgrüne als Unterscheidungstarbe. Der TschakoZuerst oben breiter als unten (evafiv), verziert mit den königlichen Wappen, der Regiments-nummer und einem Pompon oder Busch; um 1840 nahm er die sogenannte konischeForm an, d. h. er wurde oben schmaler als unten und mit einem roten, bei den Offi-zieren goldenen Streifen am obern Rand versehen. Ein im bernischen Museum auf-bewahrter, halb zerstörter Rock zeigt noch die anfänglich getragenen gelben Achselwülfte;seit Mitte der dreißiger Jahre trug man an deren Stelle die Epauletten (grün für die Jägerund weiß für die Grenadiere). Ebenso wurde um dieselbe Zeit die Pelzmütze der Gre-nadiere abgeschafft und die Jäger, Grenadiere und Füsiliere fortan unterschieden durchgrüne Pompons und meßingene Jägerhörnchen auf der Brust, rote Pompons und schwarze