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Zweyter Z^heir.
Der für Goldnch wachende Heilige Va-lenrmus verdienet wegen seiner wacht»samkeit unser vertrauen.
§- I.
Der für Goldach wachende HeiligeValcnrinus.
I. üGc» dormio, & cor mcum vigilat. Ich
schlaffe f und mein Hertz wachet. Di-se Weis zu reden, so die Schrtfft gebrauchet,Hochansehnliche, verdienet unsere Aufmcrck-samkeit. Wie kan das Hertz wachen, da derMensch schlasset? Der Leu schlaffet mit offnenAugen, und ist ein Sinnbild der Wachtsam-keit : doch schlaffen mit wachendem Hertzenist was besonders. In einem schlaffenden istzwar das Hertz durch In - und Ausfluß desBluts in beständiger Bewegung : wachet esaber dcßhalben ? Ja, wann der vornehmsteTheil des Hertzens , die See! nehmlich , soihren Wohnsitz in dem Hertzen hat, princi-pmm vira;, auf denjenigen Gegenwurffgantz-jich bedacht ist, der ihre Wachtsamkeit erfor-deret. Valentini Hertz ist zwar verwesen ;doch die glückselige See!, so seinem Hertzendas Leben gäbe, und das Weesen erhielte, istnun von dem hohen Himmel zu dir O Gol-dach gerichtet; dir will sie wohl, und wendetdas Unheyl von dir ab. Genes. 3. haben die