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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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% Von der H. Jungfrau Maria

insonderheit ist anbefohlen. O Ma-ria du Heyl der Krancken/ bitt füruns / rc.

Vielleicht aber hat einer ein Ve-ird zuwisien/ warum die Gottes Ge-ährerin ein Heyl oder Gesundheit wer-de genannt? so doch niemands / alsder sich am Leib gesund befind also ge-nannt karr werden. Der Artzt kandie Gesundheit ertheilen/ und thur die-selbe offtermahlen durch sein Kunst /undMittel znwegen bringen/ ist er aberdarum Sah,8, weil er Gesund macht ?discs Wörrlein Salus aber hat ein son-dere grosse Geheimnuß in sich / dieweilWarum die Glorwürdigste Mutter Gottes Ma-Mariä vcr ria aus Göttlicher Freygebigkeit / undTttul Hcyi Gnaden uns Menschen in allen unserntfrn $< Nöthen / so vtl Sie sihet/ daß es zure. unserer Seel Seelrgkeit diene/ helffenkan/ und thur: wrrd sie billich darumnicht nur ein Helsserin / sonder der Kran-cken Heyl/ von der Christlichen Kir-chen genennet;wle dann die H.Schrifftim Alt: und Neuen Testament derglei-chen Stellungen vil hat. Deßwe-gen bann der H. Christlichen Kirchennicht genug dauchre/ die GlorwürdigeJungfrau Maria mit den Tituln einerMitlerin/ Heyl/ undGesundmacherinzuverehren;dann sie köntesolchen Nah-men auch mit etlichen andern H. Per-sohncn gemein haben / sonder wolle siebesonders das Heyl / und Gesundheitnennen: nicht daß diese Gesundheit mitwelcher dre allerheiligste Jungfrau be-gäbet/ daß Heyl seye/ ( welches einnichtige Einbildung ist/ etlicher so inder Religion/und Glauben irren /wel-che beweisen wollen / daß der Sündernicht durch die Gerechtigkeit / und ein-gegossne dem Gemüth anhangende Hei-ligkeit werde gercchrfertiget; sonder esseye in dem Menschen die rechte Urfachder Rechtfertigung/ die GerechtigkeitChristi des Herren ; welche gleichsamertheilt / und begriffen werde durch denGlauben : durch welchen die Menschenglauben/ daß ihnen um Christi unsersHeylandö wegen dieSündcnvetziehenwerden/ und vermeinen daß sie gar weiß-lich reden / wenn sie also schlüffen:Disseynd die außtruckliche Wort deß H.Pauli i. Cor. i. Welcher uns wor-den ist von GQtt zur Weißheit / undzur Gerechtigkeit/ Heiligkeit/ und zurErlösung: dergleichen Sententz hat dieH. Schrifft vil; als Fortitudo nostra,Patientia nostra, Salus nostra. Egosum resurrectio &Vita) sonder Salusinfirmorum, daß so vil ist als der Kran-cken Heyl/ nennen wir Christen diesteif billich Glor würdigste Mutter GOttes / die-M'ria b.r weil sie uns an Leib / und Seel kau helf-

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durch ihr andächtige Fürbitt bey ihrem H/vilieben Kmd / welches seiner Mutterkein Bttt abschlagt/ und der wahreArtzt der Leiber / und Seelen ist: vondeme die Kunst überflüssig aus lauterGnaden/und Freygebigkeit in sein aller-heiligste Mutter gegossen / geflossen/ undgegeben worden. Als billich wird siemit disem schönen EhrentitUl Salus in-firmorum , der Krancken Heyl gegrüs-set/ und angeruffcn: dann was für künst- 'lichcProben/und Würckungen die Artzt/undDoctores mit ihrer Kunst/und Fleißbey den Krancken^u wegen gebracht;was auch andere Heilige im Himmel /und auch die Freund GQttes auff Er-den/ durch Fürbitt/ heiliges Leben/und Verdienst bey Göttlicher Majestätden Krancken Menschen für Gnad/ undGesundheit erhalten/ daß hat Mariaalles vil vollkommner erhalten/ ge-würckt/ und zu wegen gebracht/ alsihrer keiner von Anfang der Welt bisauff unser Zeit; es seyen gleich Kranck-heiten des Leibs/ oder der Seel / undGemüths. Diß aber zubeweisen /wollen wir den guthertzigen Leser /undLiebhaber der Mutter Gottes wedergen Lauret in Italiam/ davon Hora-tius Tursclinus ; noch gen Hall undSichem in Niderland/ zu Justo Lipsio;weder in Teutschland in das BistumWürtzburg gen Dettelbach/ Weyernim Bamberger Bistum/ oder AltenOettingen in Bäyern weisen/ einvoll-kommnen Bericht zu empfangen dergrossen Wunderzeichen / und geheyltenan Seel/und Leib allerley Kranckheiten/da sich Maria die MutterGOttes wahr-hafftig / und gantz Miltreich erzeigt hat.

Lasset nur uns Schweißer/ und Eyd-gnossen in unserm geliebtem Natterlandder Löblichen Eydgnoßschafft umsehen/was machen Platz in Berg / und Thä-lern/ in unterschidlichen Orthen Hel-veträ / Maria die glorwürdigste Mut-ter arwöhlet hab / ihre Gnaden/ undGaben / auch Heyl an uns kranckenMenschen zuertheilen / und würcken!

Wenden wrr uns «ach Einstdlen / müssen Einsidd««wir bekennen / daß in Helvetia nichts Gnadenm,Eiters / nichts Heiligers/ nichts Gna- Hesta"denreichers / und weit/und breit Wun-derlichers/ noch Andächtigers/ als di-se H. CapeU und Orts) / dahin keinerohne Trost/ ohne Ergötzung/ ohneemvfangne Gnad/und erlangte Gesund-heit theils an Seel/ theils an Leib/wider zu Hauß kehretwelcher nit mitAndacht sagte/ und bekennete : Salu»infirmorum. H Mutter Gottes Ma-rra / du Heyl der Krancken/ bitt Gottfür uns.

Kehren wir unS gegen Bafel/ sowerden wir nicht ftrrn von diser Start/

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