% Von der H. Jungfrau Maria
insonderheit ist anbefohlen. O Ma-ria du Heyl der Krancken/ bitt füruns / rc.
Vielleicht aber hat einer ein Ve-ird zuwisien/ warum die Gottes Ge-ährerin ein Heyl oder Gesundheit wer-de genannt? so doch niemands / alsder sich am Leib gesund befind also ge-nannt karr werden. Der Artzt kandie Gesundheit ertheilen/ und thur die-selbe offtermahlen durch sein Kunst /undMittel znwegen bringen/ ist er aberdarum Sah,8, weil er Gesund macht ?discs Wörrlein Salus aber hat ein son-dere grosse Geheimnuß in sich / dieweilWarum die Glorwürdigste Mutter Gottes Ma-Mariä vcr ria aus Göttlicher Freygebigkeit / undTttul Hcyi Gnaden uns Menschen in allen unserntfrn $eü< Nöthen / so vtl Sie sihet/ daß es zure. unserer Seel Seelrgkeit diene/ helffenkan/ und thur: wrrd sie billich darumnicht nur ein Helsserin / sonder der Kran-cken Heyl/ von der Christlichen Kir-chen genennet;wle dann die H.Schrifftim Alt: und Neuen Testament derglei-chen Stellungen vil hat. Deßwe-gen bann der H. Christlichen Kirchennicht genug dauchre/ die GlorwürdigeJungfrau Maria mit den Tituln einerMitlerin/ Heyl/ undGesundmacherinzuverehren;dann sie köntesolchen Nah-men auch mit etlichen andern H. Per-sohncn gemein haben / sonder wolle siebesonders das Heyl / und Gesundheitnennen: nicht daß diese Gesundheit mitwelcher dre allerheiligste Jungfrau be-gäbet/ daß Heyl seye/ ( welches einnichtige Einbildung ist/ etlicher so inder Religion/und Glauben irren /wel-che beweisen wollen / daß der Sündernicht durch die Gerechtigkeit / und ein-gegossne dem Gemüth anhangende Hei-ligkeit werde gercchrfertiget; sonder esseye in dem Menschen die rechte Urfachder Rechtfertigung/ die GerechtigkeitChristi des Herren ; welche gleichsamertheilt / und begriffen werde durch denGlauben : durch welchen die Menschenglauben/ daß ihnen um Christi unsersHeylandö wegen dieSündcnvetziehenwerden/ und vermeinen daß sie gar weiß-lich reden / wenn sie also schlüffen:Disseynd die außtruckliche Wort deß H.Pauli i. Cor. i. Welcher uns wor-den ist von GQtt zur Weißheit / undzur Gerechtigkeit/ Heiligkeit/ und zurErlösung: dergleichen Sententz hat dieH. Schrifft vil; als Fortitudo nostra,Patientia nostra, Salus nostra. Egosum resurrectio &Vita) sonder Salusinfirmorum, daß so vil ist als der Kran-cken Heyl/ nennen wir Christen diesteif billich Glor würdigste Mutter GOttes / die-M'ria b.r weil sie uns an Leib / und Seel kau helf-
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durch ihr andächtige Fürbitt bey ihrem H/vilieben Kmd / welches seiner Mutterkein Bttt abschlagt/ und der wahreArtzt der Leiber / und Seelen ist: vondeme die Kunst überflüssig aus lauterGnaden/und Freygebigkeit in sein aller-heiligste Mutter gegossen / geflossen/ undgegeben worden. Als billich wird siemit disem schönen EhrentitUl Salus in-firmorum , der Krancken Heyl gegrüs-set/ und angeruffcn: dann was für künst- 'lichcProben/und Würckungen die Artzt/undDoctores mit ihrer Kunst/und Fleißbey den Krancken^u wegen gebracht;was auch andere Heilige im Himmel /und auch die Freund GQttes auff Er-den/ durch Fürbitt/ heiliges Leben/und Verdienst bey Göttlicher Majestätden Krancken Menschen für Gnad/ undGesundheit erhalten/ daß hat Mariaalles vil vollkommner erhalten/ ge-würckt/ und zu wegen gebracht/ alsihrer keiner von Anfang der Welt bisauff unser Zeit; es seyen gleich Kranck-heiten des Leibs/ oder der Seel / undGemüths. Diß aber zubeweisen /wollen wir den guthertzigen Leser /undLiebhaber der Mutter Gottes wedergen Lauret in Italiam/ davon Hora-tius Tursclinus ; noch gen Hall undSichem in Niderland/ zu Justo Lipsio;weder in Teutschland in das BistumWürtzburg gen Dettelbach/ Weyernim Bamberger Bistum/ oder AltenOettingen in Bäyern weisen/ einvoll-kommnen Bericht zu empfangen dergrossen Wunderzeichen / und geheyltenan Seel/und Leib allerley Kranckheiten/da sich Maria die MutterGOttes wahr-hafftig / und gantz Miltreich erzeigt hat.
Lasset nur uns Schweißer/ und Eyd-gnossen in unserm geliebtem Natterlandder Löblichen Eydgnoßschafft umsehen/was machen Platz in Berg / und Thä-lern/ in unterschidlichen Orthen Hel-veträ / Maria die glorwürdigste Mut-ter arwöhlet hab / ihre Gnaden/ undGaben / auch Heyl an uns kranckenMenschen zuertheilen / und würcken!
Wenden wrr uns «ach Einstdlen / müssen Einsidd««wir bekennen / daß in Helvetia nichts Gnadenm,Eiters / nichts Heiligers/ nichts Gna- Hesta"denreichers / und weit/und breit Wun-derlichers/ noch Andächtigers/ als di-se H. CapeU und Orts) / dahin keinerohne Trost/ ohne Ergötzung/ ohneemvfangne Gnad/und erlangte Gesund-heit theils an Seel/ theils an Leib/wider zu Hauß kehretwelcher nit mitAndacht sagte/ und bekennete : Salu»infirmorum. H Mutter Gottes Ma-rra / du Heyl der Krancken/ bitt Gottfür uns.
Kehren wir unS gegen Bafel/ sowerden wir nicht ftrrn von diser Start/
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