II
S. DtatiMeß.Opf-ftr/ undAltar in derHölr.
Cap. ir.
©. Beatuserkranket
im 90.
Jahr seinesAlters.
Der Schweißern Apostel.
erhalten werden, Er bettete aber nicht öffentlich bekenneten. Neben solcherallein für sich selbst/ und seinen Iün- Dancksagung/ batte er den Himmlüaer Achatem/ welcher ihme in diser schen Vatter mit demüthigen SeufftzenEinöde treulich dienete; sonder auch für das gantze Land/ und dessen In-fürdiegantzeumligendeNachtbahrfafft/ wohner/ daß die gewaltige Hand-insonderheit für die neubekehrte Chri- GQttes den verderblichen Unglauben /sten in disem Land : für welches Wohl- falsche Lehr / und alles Übel abwende/fahrt er dann Vütterliche Sorg hette/ und insonderheitdas neue Christenthumund sie alle in GOttes Schutz/und in Einigkeit erhalte. Auf das berufst Leiste EKSchirm oft treulich befähle. Wer kan er seinen geliebten Jünger Achatam / manum,es aber mit Worten imer fassen/ oder begehrend: daß er etliche von der Nach- Ä e ? n<außsprechen/ was Trost/ Andach/und baurschafft versammle / welche zu ihme 'Jnbrünstigkeit diser GOtt - Liebende in die Holm kämen/dann er wolt gernMann in semem Gebett befände / wann mit ihnen ein Gespräch haben. Da ister den Brunnen aller gnaden lobte/ in 'Achates gehorsam/ bringt die Nach-GOtt seinen Heyland frolockte / und bauren zusammen / führet sie zu demdaraufdiesüsseTräherder Lieb so reich- Alten/ welcher sie freundlich anspräche:lich vergösse. Lobe den Herren mein Meine liebe Leuth / und Kinder in Chri-Seel/ sprach er/ und alles was in mir sto/ ich hab euch hero geruffcn/ under-ist Preyse seinen H. Nahmen. Lobe freu mich euerer Ankunfft/ daß ich imden Herren mein Seel/ und vergiß Nahmen des Herren mit euch vor mei-nicht aller seiner Wolthaten. Ich will nem letsten Abschid mrch noch ein we-tzen Herrn loben in meinem Leben/und nig underreden kan. Einmahl ist wirLob smgen so lang ich hie bin. Erun- gewiß/ daß der liebe GOtt mich vonverliesse auch nicht das Opffer der H. disem zu einem bessern Leben abfordern/
Meß/ täglich mit höchster Andach dem und aufnehmen wird; So ermähne ichAllmächtigen GOtt aufzuopffern für euch/ und jede fromme Christen / daßLebendige / und Todte/ zu Nutz der ihr wegen meiner Hinfahrt nicht be-allgemeinen Christenheit/ und daß de- kümmert/ sonder euch erinneret/ wieme also / bezeugt genugsam der Altar- ihr allbereit von mir gehört/ daß esstock in seiner Hole allda zusehen. vil ein andere Meynung hat im Abster-Soist es auch immer war/ und den der Ungläubigen/ als müdem rechtdie tägliche Erfahrnuß beweißt es/ daß Christglaubigen. Sintemahl jene mitviel von Fraß - und Füllerey vor dem Leib / und Seel zu ewiger VerdamnußAltar sterben/ andere aber durch Ab- gelangen/ der Christen Todt aber/ istbruchin Essen/ und Trincken ihr Le- nur ein Schlaff/welche der ewigen Ser-ben erlängeren/wie dann unser H.Bea- ligkeit theilhafftig werden. Verblei-tus mit Srcngigkeü des Lebens/ und ben beharrlich im angetrettenen Christ-bußfcrtigen Wercken das neuntzigst lichen Glauben/ und lasset euch keinJahr erlangte/ biß er seine Christliche Unglauben/ fasscheLehroder TodtsündPilgerfahrt difts Lebens vollendete, von Christo IE,u absondern; wand-Da aber die Zeit vorhanden/ in wel- let dann/ als lieb euch das ewigHeylcher diser würdig neuntzig Jährig Vat- ist / eurem Christlichen Beruff gemeß;ter von GOtt beruffen/ die schnöde GOttcs-Seegen sey/ und bleib beyWelt mit ewigen Freuden verwechsle» euch / und allen/ und bewahre das gan-solte: wurde er mit einem schwerem Fie- He Land / Amen.der angestossen / name von Tag zu Tag Als die fromme Leuth / nach besche- Cap.an Kräfften ab/ dermassen/ daß die hener trostreichen Ermahnung ihresblosse Haut allein an seinen alten Bei- seeligen Apostels / von dannen geschi-nen hangen blieb. Und da er wahr den mir kümmerten Hertzen/ und Acha- S-Maenähme/ daß sein Leben zum End na- tes die Ermahnung angehört/ wurde §88*2»her/ danckte er GOtt seinem Herrn / er herHlich Betrübt/ daß er sich des se,n!m M.lobte ihn mit frolichem Hertzen/ daß klagens/ und weinens nicht enthalten Md.er ihn aus dem Heydenthum so wun- möcht ; dann es fiele im schwär/ undderbahrlich beruffen: zu einem Jünger schmertzlich für/ daß er hinfüro seinesder HH. Aposteln Petri / und Bar- Vatters beraubt/ wie ein verlassnernabä / darnach auch zu einem Priester/ Wäyß leben solle / und so lang gewohn-und Prediger der Römischen Kirchen ten Freund nit mehr sehen/ den er vongemacht:und daß er sein Mühe/ und Rom auß begleitet/ mit welchem er soArbeit in disem Schweitzerland so ge- vil Jahr gelebt/ und von ihme so vilnädig befürdert hette j dermassen daß Guts gesehen / gelehrnet / und cmpfan-fo vu ungläubige Völcker Christlich ge- gen hat. Damit derhalben der H. Vat-taufft worden / und ihre seeligmachen- ter ihn desto kröfftiger tröstete / nähmede Religion einhelliglich mit Hertzen / er ihn an seine Arm/ küsseteihn freund-und Mund/ vor Freund/ und Feind lich/ sprechend: Mein Sohn/ und lan-P. F. Murer, Die H. Schweitz. B s ge