rr Von dem H. Beichtiger Beats
S- BattJjtrbt seelig«
Obijt circa
Annum
Christim.
Wird N'brfriniT Hö-iin begrabe.
ge Zeit wohlbekanter Freund Achates /beyde haben wir dem getreuen GOTTvil zu dancken/ daß wir bißhero in ei-nem Geist / und Glauben einig bli-ben / und fridlich miteinander gelebt /auch Gut / und Böß / Mühseligkeiten/und Anfechtungen außgestanden/ undüberwunden; Was ists aber mein Acha-tes daß du dich betrübest um deß / weilich jetzt von GOtt zum seeligen Lebenberuffen wird ? lasse es geschehen/ undbefehle dich dessen Willen / entsetze/ undbekümmere dich nicht an meinem Todt/seytemahlen es GOtt also gefällig/undzu meiner Seelen Wolfahrt gelangt.Ich gehe dir vor/ wurdest mir in disemWeeg in kurtzem folgen / vergisse in demmeiner Vätterlichen Ermahnungennicht / und bleibe in Christlichem Berufbeständig. Befleisse dich aller GOtt-secligkeil/ steifte/ und erhalte in demHerren die neu bekehrte Christen mitWort/ und Exempelrnihrem Glauben/wache in dem Gebe«/ und bereit dichauf deine Sterbstund mit allem Fleiß.So vrl mein elenden Leib belangt/wastmein Seel von ihme absiescheiden/ be-starte ihn neben diser Holin zur Erden;diese Wohnung sey dir/ und keineman-dern/ zu einem Erb übergeben/ undverlassen / bewahre darneben auch meinBegrübßnuß ; ich fahr dahin / mit ge-wisser Hoffnung der Auferstehung mei-nes Leios zu gewünschten künfftigenFreuden. Er hebte seine Augen genHimmel / legte seine Hand Creutzweißauf seine Brust/ und befähle sich demHimmlischen Vatter / daß er seinenGeist auftnehmen / und in sein Väterli-che Schooß ewig setzen wolle/ sagend :In deine Händ befilhe ich meinen Geist/du hast mich erlöser / Herr du GOTTder Warheit. Also wird der H. Bea-tus erhöret / entschläfst sanfftiglich indem Herrn/ empfieng für das Zeitlichvergängliche ein ewigs Leben. Sei-nes alters 90. Jahr / als nach der Freu-denreichen Geburt Christi ungefährlichhundert / und zwölff Jahr / den 9.Maij/ aufweichen Tag noch diser ZeitJährlich sein Festag gehalten wird.Demmach thäte Achates das beste/ da-mit zu solcher Begrabnuß etliche Geist-liche Persohnen/ und Benachbarte be-ruften wurden/ welche sich mit grossemLeyd versamleten/ betaurend den gros-sen unwiderbringltchen Verlurst / so siesamt andern Christen durch Abschid ei-nes solchen Apostels jetzund im gantzenLand empfinden müßten. Der betrüb-te Achates fahret underdessen fort/ mitHilff der Benachbarten bekleid er denH. Cörper seines Meisters/ und be-grabt ihn bey vorgemelter Holm/ alsihme zuvor befohlen war.
Wie Lieb aber/ und angenehm die Cap. 1#Seel St. Beati ihrem Schöpffer seye /bezeugen vil grosse Wunderwerck/ dieGOtt der Allmächtig durch Visen St.
Beatum/ nicht allein da er noch lebte/sonder auch nach seinem Abschld geswürckt/ und erzeiget hat. Wer wollean dises Freund GOttes Heiligkeitzweiffeln/ welcher in seiner Sterbstund/ab fast abgetödtem Leib/ mitsowürck-lichen Tugenden/ und Gnaden also ^ Wu»wunderbahrlich geleucht / und sich als derjrichen.ein lebendigen Werckzeug des H. Geist /zu ewigem Nutz Heydnischer Völckerso lang / und fleißig hat brauchen lassen?welcher auch nach seinem Absterbendenarmen Sündern mit Fürbitt gern zuTrost/ und Hilff kommet ? So hateSdann GOtt Wohlgefallen /daß viel Per-sohnen in ihrer Blindheit sehend/ vilLahme grad / vil in Kinds-Nöthenseynd getröst worden: auch andere mitgrossen Leibs - Kranckheiten beschwer-te/ zu voriger Gesundheit/ undKräffrtcn kommen; wie nicht weniger er auchvil Besessene in Visen Landen auchwun-derbahrlicher Weiß erlediget worden /daß sie den Gewalt des leydigen Feindsentrunnen. Wölken kürtze halber sol-che warhaffte Wunderzeichen / die sovrl hundert Jahr hero beschehen/ hienicht melden. Davon tönten sagen /und melden nicht allein die Alten / son-der auch die/ welche nichtferrn vonS.
Beati Berg/ und Capellen/ beydemThuner See gelegen/ Seßhasft/ wallsie nur die lautere Warheit bekennendörfften. Vor Zeiten war dasselbjgOrth in Ehren gehalten / steisig be-sucht/ und mit Christlichem GOtt-Dienst versehen / und geziehret/ bisleyder die Neuerung des Glaubens ein-gerissen/ diese/ und andere GOttseeli-ge Stijft t und Übungen unserer liebenftommen Alten Vorfahren abgeschafft/und verwendet worden. Dannoch sol-che alte Catholische Andacht/ GOTTsey Lob/ heutiges Tags bey vilengeü-bet / und gesehen / welche sich nicht las-sen abschrecken noch abwenden durchNerbott / und Tröhung der Widersa-chern / sonder an gemeltem Orth oderS. Beati Capellen ( jetzo leyder ver-stöhret/ und cmgefallen (ihr fürgenom-ne Wallfahrt / Gebett / und Andachtdacht sieissig verrichten / und in demsie erlangen/ was sie durch Fürbitt deßH. Beati gewünscht/ GOttes Gnadsichtbarlich/ und unfehlbar spüren/ underkennen künden. So hat es auchGOtt der Herr aus seinem verborgnenunergründlichen Raht/ und Weißheitalso geschickt/ daß S..Beati Gebein/ WieRelt,und Reliquien der Heiligen / und Ca- <MG.Be,tholtschen-Kirchen-Feinden aus den
Han,
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Achate,nimmtChristiGlaub,an/ «>!wird ctanffss