Der Schweißern Apostel. n
Handen kommen/ dann ein frommeGOttsförchtige Persohn ( welche sichin Zeiten der einreissenden verenderun-gen von dem wahren CatholischenGlauben nit wolte lassen abwendig ma-chen ) sich des H. Gebein annähme /selbe mit Andacht/ auf daß sie nichtdurch Brand oder Verwerffung verun-ehret werden möchten / aus der Kirchenzu sich genohmen / ein Zeitlang heim-lich aufbehalten/ endlich um das Jahr1554. Ungefährlich der Edle HerrRu-doiff Haaß / des Rahts zu Lucern/ei-nes gar alten Geschlechts / sich Geschaff-ten halben an dise Ende begeben/ undum Thun/ Verner- Gebiets / zu ei-nem frommen Landmann ankommen /allda under andern Reden er dem HerrnRudolff Haaßen disen köstlichen Schatzeröffnete/ den er zu Hauß hatte mei-nem Sack / bekrafftigte auch solches mitEydspstichten daß es wahre Reliquien/und Gebein des H. Beati seyen/ under/ und seine Vor-Eltern haben sol-che in Abfall / und grosser Verände-rung des Glaubens aus St. BeatiKirchen gestöhnet/ damit ihnen nicht
Unehr bewisen wurde/ seyen sie in ei-nem Sack an einem ehrlichen Orth auf-behalten worden. Hierauff übergabdet Laudmann Herr Rudolff Haaßenzwey zimmlich grosse Gebein/ und et-lich Stücklein/ und Parlicul von St.Beato / mit Bitt solche an ein Christ-lichen Orth/ und Kirchen zugeben/ wel-ches ihme der Herr versprochen / ver-ehret ihme auch zur Danckbahrkeit soköstlichen Schatzes / Landsbrauch nach/mit einem par Hosen. Als hernach Ru-dolff wider gen Lucern in sein Vatter-land gelangt/ verehret er diese H Re-liquien in die Pfarr- und Srifftkirchenalda / zu S. Leodegari im Hoff genannt.Da sie noch heutigen Tag ehrlich auf-gehalten/ und mrt alter bewehrter Ca-tholischer Andacht täglich/ sonderlichaber den 9. Tag Maij/ darauf desHeiligen Beati Festag begangen wird/herrlich verehret: Und neben andernHeylthummer an S. Matthäk des 4 >.Apostels/ und Evangelisten- Tag/ inbesagter Kirchen im Hoff/ mäniglichenöffentlichen mit grosser Ehrembie-tung gezeigt wird.
lurtze Mens / und Werdens
Beschreibung des H. Einsidlers/ undBcichtigers Achatis / so ein Jüngerauch lieber Gefährt des SchweitzerischmApostels S. Beaten war.
Starbe um das Jahr Christi uz. Ungefährlich den 9. Maij.
Von ihme schreiben R. P. Petrus Canisius 8 . J. In St. Beati Le-ben/ aus welchem dann die Historia gezogen. Item Francii: Guiiimaa-nus im ersten Buch am 15. Capitel cie rebus ttelveuorum.
«rp. r.
Achate«nimmt trnChristlicheGlaubenan/ ,mdwird ge,
8 Ns ist gleichwol nicht wis-send was Stands/ Lands/und Nahmen Achates vorseinem Tauff / Und ange-nommnen ChristlichenGlauben gewesen/ ist auchzubesorgen werde solches nicht bald inBüchern gefunden werden / weil es indie ftchszehen hundert Jahr daß Acha-tes gelebt/ und gestorben/und nochnit ruchtbahr worden. In annemm-ung des H. Tauffs ward er Achatesgenenner/ daß so viel heist/ als ein ge-
treuer Mitgesell. Unlanghernach warAchates von S. Petro dem OberstenApostel geweyhet zu einem Diacon /vder Evangelier/ der nach St. PaustRegel müßte zur selben Zeit ein guteZeugrmß haben seines aufrechten Wan-dels/ mit dem Geist/ und Weißheiterfüllet/ schamhafftig/ derdieGeheim-nuß des Glaubens mit reinem Gewis-sen trage/ und der wol probiert wäre.
Als nun St. Beatus in das Schwei-tzerland zuziehen / und das H. Evan-gelium zu Pregigen von St. Petro be-
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