der Bundenem Apostel.
DieDündt»n^r bettendie wildenHchjeu an-
»ndstyatft lein seeligmachenden Glauben / und inS 11 * was grossee Blindheit sie lebten/ die*' Geschöpft Sonn / und Mon / Feur/ undErden/ Martem/ Mercurium / undMajam anbetteten / und für ihre Göt-ter hielten: den wahren GOtt aber /und Erschaffer aller Geschöpften nichterkennten. Solche eyfterige Predi-gen thäte er zum öftteren mahl/ undbegehrte also die Welt von dem Hei-denthum auf Christum inbrünstig zu-weisen/ möchte doch bey vilen keinenoder ein kleine Frucht im Anfang ver-richten. Dann S. Emeritia gleich dar-auf zu Trimmis gemarteret worden;wie hernach gesagt werden soll.
c,p. f. Dieser Schwester Tod brachte demH. Lucio wenig Äümmernuß / undForcht / daß er nicht mit allem EyfterdasH. Evangelium hin/ und her inRhoetia verkündigte / und außwarffe:daß dann allezeit etwann ein Nutz/ undFrucht brachte. Zu einer Zeit kämemehr gesagter Heiliger an ein Ort Sy-lua Martis, des Abgotts Martis Waldgenant/ eben zu einem wilden grobenLölck / ihren Göttern nicht gar ungleich/welche die wilden Büffelstier anbetteten/und junge Kälber opfferien: und fürhoch achteten / so sie deren Ochsen ei-nem im Wald / oder herauß kommend/ersahen/ und mit ihren Opffern dannhinzu tieften / und ihr Thorheit verrich-teten. So Wild/ undungeheuraberwaren dise Pündtner / daß sie ihnen desH.Lucij Predigen / und Ermahnungenwenig zu Hertz? führtk/ja/daß noch mehrist/verfolgten sie ihn/ und stürtzten meinSvdbrunnen / auß deme er mit Gött-licher Krafft / ohne menschliche Hilft /herauß komme. Also- fiele er in feingewöhnliches Gebett / befähle GOTTdie blinden Heiden/ daß er solchegnä-diglich erleuchten / und die wilden Ab,götter zähmen wolle. Darauf die wil-de Waldbüffel sich bald erzeigten mitundergeschlagnen Häuptern / den Hei-ligen zunaheten/ und ihne liebkoseten/«m groß und als wären es junge Hündlein. Di-Wundcr- stn wilden Ochien bände er ein Joch' auf/ spannete sie in einen Karren/ dener mit eygnen Händen mit Holtz lude/und darvon nach Heymat/ da er her-kommen war/ führe/ ab dieser soseltz-samen Geschieht waren die Christenhöchlich auferbauet/ in dem Glaubengestärckt / und erfreuet. Die Heidenaber / und grobe Rhoetier verstumme-ten über die Massen/ das den Christendie wilden Thier gehorsammenten / spre-chend : Groß / und mächtig ist der Chri-sten G«tt/ deßwegen sich auch nichtwenrg bekehrten / geraufft wurden/ undGOtt mit rechtem Eyfter dieneren.
P. F, Murer, Dre H. SHweitz.
Von seinem Todt waren ein lan-ge Zeit zweyerley Meynungen / derender ein Theil vermeinte / daß S. Lu-cius von dem Römischen Landpflegecaufdem SchloßMarsoila um deß Christ-lichen Glaubens-Willen die Marter-Cron erlangt/ und gemarteret worden.Und der Meynung waren JohannStumphius / Johann Guter / und For-tunatus Sprecher: ( die doch in ihrerC hronicken von gantzer Rhoetia / mehrund fleissiger von ihren H. Land-Pa-tronen/ und Bischoffenhetten schreibenkönnen / so sie der Römischen Cacho,lischen Religion/ und Kirchen zugethangewesen) der ander Theil aber / undsi> der Sach fleissiger nachgeschlagen/beweisen daß S. Lucius in hohen Al-ter nach vil angewendet Mühe/ undArbeit/ und außgestandnen Verfol-gungen um des Nahmen JEsu willen/seeliglich im Fridcn verschiden. Unddaß wird durch R. Cassarcift Baroni-um inTomis Annalium, und Marty-rologio : P. Caniüum, Gullimannum ,Breviarium Augustanum approbiert.Und R. P. Christophorum Hartman»num Probst bey S. Gerold bewisen /und bestättiget; denen fallen bey Mar-cus Weiser von Augspurq / undP. Ma-tha:us Raderus S. J. In Bavaria sancta.Dise korrigieren sich selbsten / und be-kennen daß sie ihne vor disen für einMärtyrer gehalten haben / aber sie kön-tens hinfüro nicht beweisen. S.LucmsKönigstarbeden z. Tag Christmonats/um das Jahr zwey hundert vor oberwas nach/ nach der seeligmachendenGeburt unsers Heylands / und Erlö-sers JEfn Christi. Es ist auch mit-ler Zeit nach Erbauung der Statt Chukdifem HRHoetisch? Apostel Lucio zu Eh-r? ein Kloster auferbauen worden/ vonwelchem anderstwo Meldung geschicht.
Nun aber so seynd wol etlichever-handen/ die sagen daß unser Lucius som Grauen - Bündten/ Rhoetia/ undAugspurg/ auch anderen Orthen sichaufgehalten/ und das Evangelium ge-predigt habe / nicht der seye/ so dasKönigreich in Engelland verlassen / son-der seye von derselben Zert/ und vonCyrene gewesen/ ein Sohn deß altenSimonis Cyrenei / welcher Christodem Herren in seinem heiligen Leydendas Creutz nachgetragen hat / dessenin der Apostel - Geschichten cap. iz. ge-dacht wird/ so nachmahlen von denApostlen zum ersten Bischoft zu Cyre-nen gesetzt / und im Friden verschiden/dessen Fest den 6. Tag Maij gehalten.Andere setzen einen andern Lucium /dessen S. Paul in der Epistel an dieRömer cap. i6. gedruckt/ so nachmah-len BischoffLaodtccnsis oder OlympiaC bis
Cap 6
Ob ©■ kH-riusgcmar-tmk wor-den.
Stirktii«hohen Al»m.
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