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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Cap. t.©. Eme,rttäElkcrn^undVatter,land.

Sie wirdem Chri-stin undwirdqe.taufst.

jg 8. EMERITA Regina, Virgo, Lc Martyr.

dis gewesen / war ein Jünger Christi/ ihnen einige leibliche Schwester nachge-dessen Festag den 22. Aprilis fält / di- zogen / und hiemit ist es unmöglich /sei» Meynungen wolt ich gern glauben daß man in so gar alten Historien/undgeben/ wann sie ihr Meynung nicht Geschichten/ alles so eygentlich ergrün-nur mit ihren eyqnen Worten/ sonder den / und crklugen könte.mit alterer Scribente« Zeugnuß be- S. Lucij deß H. Rhoetischen Apo-wahrten. Dieweil aber das nichts ist/ stels Translation/ und Erfindung/sagen / und Glauben wir/ daß unser auch Erhebung seiner H. Reliquien /Rhoetisther Apostel Lucius der König und Gebeiner/ wird Jährlich in dem-:in Engelland gewesen war ist/ und S. selben Bistum den9. Weinmonats TagEmerita sein Schwester/ so die Mar- mit grossen Ehren/ und Andacht ge-ter-Cron in Pündten auch erlanget halten/ und von disem Fest finden wirhat/ dann man nirgerrs liset daß ober- nichts mehr verzeichnet / was sichzehlte beyde H. Bischöff Lucij in unse- weiterö habe zugetragen,re Lands-Art kommen / vil minder daß

»rtzcr Michi deß Me»s der

H.Königen/ Jungfrauen/ und Mar-tyrin St. Emerita/ Coilli/ Königs inEngelland/ Tochter/ und St. LucijSchwester.

Erlangte die Marter-Leon um das 195. Jahr den 4. December.

Dsser H. Iungftaum Leben wird sonderlich in dem uhralten/ undletst gedruckten Brevier Anno 1595. Deß Bistums Chur gelesen / demewir nachkommen. Ihrer gedencken auch beyde Herrn Johann Guler vonWeineck/ und Fortunatus Sprecher von Berneck / beyde Ritter/ in ih-ren Teutschen/ und Lateinischen Chronickcn.

Merita Königs zu Britan-nia oder EngeUand / Co-illi mit Nahmen / Tochter /ein leibliche Schwester S.Lucij Königs wie vorge-melt. Dise H. Jung-frau nähme mit samt ihrem Bruder demKönig den Christlichen Glauben an/von beyden seeligen Männern Fugatio/und Donatiano / vom Pabst Eleuthe-rio Anno i8z. Nach ihrem begehrenGesandte. Nach empfangnem H.Tauff/ und genügsamer Underweisungim Christlichen Glauben/ zöge S. Lu-cius/ mit verlassung jeines Königreichs /auch aller Weltlicher Pomp/ Reich-thum/ und Pracht/ von dannen außGöttlichem Eyffer den H. Glauben zu-verkündigen / wie hievör gehört. S.Emerita aber blibe bey der Jnsul En-geUand/ läge allen guten Wercken ob/stärckre die neugebohrne Chrrsten imGlauben/verstörre dieHeydnische Tem-.pel/ und Abgötter/ richtete den wah-

ren GOtts-Dienst an/ und baueteKirchen den getreuen Seelsorgern/ undgeistlichen Hirten. Tröstete die Be-trübten/ besuchte bte Ärancken/ kämezu Hilft allen Bedürfftigen mit reichenAllmosen. Mit Visen so heiligen Tu-genden geziert/schaffte sie grossen Christ-lichen Nutz / und brachte mcht alleinbey den Christen viel zuwege«/sonderdie Heyden liebten sie inniglich / dar-durch dann auch nicht wenig getaufft /und bekehrt wurden.

Da S. Emertta dssen H. Wer-cken vil Jahr oblag/ ward sie in Gött-licher Liebe noch mehr entzündet/ dieWelt auch zuverlassen/ zöge von Engel-land mit wenig Gefährten / ihren Bru-der S. Lucium zustichen/ und nachzu-ziehen ; den sie aus Göttlicher Verord-nung auch erfahrte/ und fände / undvon so einer unverhofften zusammen-kunfft inniglich erfreueten/ da sie bey-de ihre gethane Nutz-und Fruchtbahr-keit/ in Verkündigung/ und Fort-

pflan-

Von St.Lucij Er.hcbunq /»nd Fest«-.

Von ihre»guten Wer,cken.

Oap. t.

G. Eine,rita verlas.selchrVat,tcrland /und kommtju ihremBruder.