Cap. t.©. Eme,rttäElkcrn^undVatter,land.
Sie wirdem Chri-stin undwirdqe.taufst.
jg 8. EMERITA Regina, Virgo, Lc Martyr.
dis gewesen / war ein Jünger Christi/ ihnen einige leibliche Schwester nachge-dessen Festag den 22. Aprilis fält / di- zogen / und hiemit ist es unmöglich /sei» Meynungen wolt ich gern glauben daß man in so gar alten Historien/undgeben/ wann sie ihr Meynung nicht Geschichten/ alles so eygentlich ergrün-nur mit ihren eyqnen Worten/ sonder den / und crklugen könte.mit alterer Scribente« Zeugnuß be- S. Lucij deß H. Rhoetischen Apo-wahrten. Dieweil aber das nichts ist/ stels Translation/ und Erfindung/sagen / und Glauben wir/ daß unser auch Erhebung seiner H. Reliquien /Rhoetisther Apostel Lucius der König und Gebeiner/ wird Jährlich in dem-:in Engelland gewesen war ist/ und S. selben Bistum den9. Weinmonats TagEmerita sein Schwester/ so die Mar- mit grossen Ehren/ und Andacht ge-ter-Cron in Pündten auch erlanget halten/ und von disem Fest finden wirhat/ dann man nirgerrs liset daß ober- nichts mehr verzeichnet / was sichzehlte beyde H. Bischöff Lucij in unse- weiterö habe zugetragen,re Lands-Art kommen / vil minder daß
»rtzcr Michi deß Me»s der
H.Königen/ Jungfrauen/ und Mar-tyrin St. Emerita/ Coilli/ Königs inEngelland/ Tochter/ und St. LucijSchwester.
Erlangte die Marter-Leon um das 195. Jahr den 4. December.
Dsser H. Iungftaum Leben wird sonderlich in dem uhralten/ undletst gedruckten Brevier Anno 1595. Deß Bistums Chur gelesen / demewir nachkommen. Ihrer gedencken auch beyde Herrn Johann Guler vonWeineck/ und Fortunatus Sprecher von Berneck / beyde Ritter/ in ih-ren Teutschen/ und Lateinischen Chronickcn.
Merita Königs zu Britan-nia oder EngeUand / Co-illi mit Nahmen / Tochter /ein leibliche Schwester S.Lucij Königs wie vorge-melt. Dise H. Jung-frau nähme mit samt ihrem Bruder demKönig den Christlichen Glauben an/von beyden seeligen Männern Fugatio/und Donatiano / vom Pabst Eleuthe-rio Anno i8z. Nach ihrem begehrenGesandte. Nach empfangnem H.Tauff/ und genügsamer Underweisungim Christlichen Glauben/ zöge S. Lu-cius/ mit verlassung jeines Königreichs /auch aller Weltlicher Pomp/ Reich-thum/ und Pracht/ von dannen außGöttlichem Eyffer den H. Glauben zu-verkündigen / wie hievör gehört. S.Emerita aber blibe bey der Jnsul En-geUand/ läge allen guten Wercken ob/stärckre die neugebohrne Chrrsten imGlauben/verstörre dieHeydnische Tem-.pel/ und Abgötter/ richtete den wah-
ren GOtts-Dienst an/ und baueteKirchen den getreuen Seelsorgern/ undgeistlichen Hirten. Tröstete die Be-trübten/ besuchte bte Ärancken/ kämezu Hilft allen Bedürfftigen mit reichenAllmosen. Mit Visen so heiligen Tu-genden geziert/schaffte sie grossen Christ-lichen Nutz / und brachte mcht alleinbey den Christen viel zuwege«/sonderdie Heyden liebten sie inniglich / dar-durch dann auch nicht wenig getaufft /und bekehrt wurden.
Da S. Emertta dssen H. Wer-cken vil Jahr oblag/ ward sie in Gött-licher Liebe noch mehr entzündet/ dieWelt auch zuverlassen/ zöge von Engel-land mit wenig Gefährten / ihren Bru-der S. Lucium zustichen/ und nachzu-ziehen ; den sie aus Göttlicher Verord-nung auch erfahrte/ und fände / undvon so einer unverhofften zusammen-kunfft inniglich erfreueten/ da sie bey-de ihre gethane Nutz-und Fruchtbahr-keit/ in Verkündigung/ und Fort-
pflan-
Von St.Lucij Er.hcbunq /»nd Fest«-.
Von ihre»guten Wer,cken.
Oap. t.
G. Eine,rita verlas.selchrVat,tcrland /und kommtju ihremBruder.