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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Und seiner ganyen Thebeischen Legion» ai

so fröliche Mähre von der Legion nachTheben in die Statt. Eben zur sel-ben Zeit reifete auß Christlicher An-dacht in das H. Land der Edel-Ge-Antonimis bohren/ From/ und Andächtige An-ner Uechk^' toninus von Placcnts/ ein Italiäner/ins Hcpi. daß er die berühmte H.Oerterinn-undLand. um Jerusalem besuchte/ undverehrete:welcher da er nun ein Zeit lang um dieH. Statt/ und in Orient verharrete/schaffte er grossen Nutz mit seinem Gott-seeltgen Wandel / und Christlicher Lehr/und Predigen/ daß er unzahlbahrenLeuthen an ihren Seelen geholffen/ unddie Christliche Religion schembahrlicherweitert worden. Er Antonmus ver-nähme auch wie in Egyplen Land einLhebeische Legion/ so alle Christen /und zwischen emandern gar einträchtig/und GOttseelig lebten/ auch den Christ-lichen Glauben öffentlich ausspreiteten/und nicht wenig zierten/ daß durch ih-ren unstrafiichen Wandel viel Voickzudem wahren Glauben/ und Büß be-kehrt wurde ; deßwegen er Antoninusbewegt/m Egiwtenlandzoge/ und beydem Obersten Hauptmann S. Mauri-tio so vil vermögen / daß er ihne / gleich-wohl ein Frembdling/ in das Registerder Thebeischen Kricgs,Leuth einschrt-be / und einverleibte. Da war durchMittel/ und Exempel Antonini/ wieman liset/ vil Guts in dem Lager derThebeer beschehen / und der ChristlichSernndus Glaub weit bekannter worden. Esriecht von käme auch in diese H. Thebaische Le-Kanscrs gion der EdleSecundus / so S-Mau-ritij Mutter Bruder / ein gebohrnertun, Thebeus / und an Käysers DiocletianiHoff/ einer aus dem fürnehmsten Herrnwar. Dieweil aber Secundus einChrist / und strhe wie der Käyser widerdie Christen unsinmglich wütete/ undtyrannisierte / auch nicht verschonete sei-nen ansehenlichen Kammerherren / be-gehrte ein gnädige Urlaub vom Kayser/sich wider nach seinem Vatterland genThebea zubegeben. Daß war ihmevergont/ mit solcher Gestallt/ daß erin seinem Vatterland ein gemeinerStatthalter deß OberstenHaupt'mannsMauritij/ und über die gantze Thebai-sche Legion mit ihm gebieten solle / wel-ches dann nach seinem ankommen in E-gypten mit gutem willen deß Mauritijgeschehen / der Secundo als seinem nech-sten Verwandten gar zugethan gewesen.Ojp. a . Bey Regierung beyder KaysernDiocletiani / und Maximiani entstünde^mchräch in Franckreich ein gefährliche Empörungwider das durch Amandum/ und Aelianum zwey-Mmischr er Gallischer Hauptleut/ widerdieRö-mische Obrigkeit/ denen dann ein gros-ses Volck angehangen / und ihre Fa-crion Begaudarum/ oder Baccmtden

nenten/ und sich gegen den KäyserlichkGesandten ungehorsam erzeigten / daßbeyde Kayser gezwungen/sich nach Romzubegeben/ Rathzupflegen/ und noth-wendige Mittel für die Hand zunehmen/das entzünde Feur in Gallia zustillen/und darneben den Christlichen Glaubenzu verfolgen / ja wo möglich / gantz auß-zutilgen / zu solchem End blibe KäysetDiocletianus in Italia / und solle K ay-ser Maximianus mit der Kriegsmachtin Franckreich reisen / die Aufruhr zu-stillen/ und die Radlführer an Leib /und Leben straffen. Dieweil aber dieKriegsmacht Maximiniani nicht alsostarck war/ ein solches angezündtes Feurzustillen / beruffte Diocletianus tue The-baische Legion auß Egypren/ under demschein daß man ihrer höchlich Mangel-bahr were/ ein so schwere Empörungwider das Römische Reich zustillen. Dadoch beyde Käyser auß mehrerm Haßzum Christlichen Glauben/ und dlserThebaischer Legion / so alle GotrseeligeChristen / und bey allen ein guten Nah-men erlangt hatten / wegen ihres Glau-bens/ und unsträfstichen Wandels aus-serhalb ihres Varterlaudö zuvernigen/zu tödten/ oder von dem waren Glau-ben zubringen/ Vorhabens weren. DieÄayserliche scharvffe Schreiben komenbeyden Haupcleurhen Mamilio/ undSecunoo in das Lager / dife beyde Feld-Obrrsten trugen der Kayser begehrender Legion für / daß man ein neuen Zugm Italiam / und von bannen in Franck-reich von ihnen begehre/ damit etlicherungehorsamer Persohnen Aufruhr /und Rebellion / mir Heers-Gewalt /gedämmet wurde. Darauf sich diegantze Thebaische Legion emhätliglichanerbolke / den einigen AllmächtigenGOtt / und dem Käyser ihren bereitenDienst zuerzeigenrund nach Zurüstung/was auf solche weite Reyß vonnöthen/Zogen sie mit Christlichem Hertzen vonihrem Vatterland/durch Egypten/de»mächtigen Meer-Statt Alexandria zu;daielbsten sich aufdie verordnete Schiffzubcgeberk / und in Italiam zuschiffen.Wie sich nun eine so Christliche Gesell-schaftt/ auf so langwiriger / und gefähr-licher Schiffahrt verhalten / stelle ich demguthertzigen Leser ffeimb zubetrachten:jedoch ist aus nachfolgender Histori ab-zunehmen / daß weder spihlen/ sauffen/noch fressen / oder schweren / bey sol-cher Legion/ sonder alle Andacht / Liesse/und Frommkeit / seye geübt worden /dieweil sie / alsbald sie glücklich in Ita-liam / und zu Rom eingezogen / denKayser gegrüsset / von ihme freundlich /und fröhlich empfangen ; die Häupterder Thebalschen Legion Mauritius /und Secundus / ja die gantze Legion

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